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42 Person(en) gefunden.

Axer, Johann Theodor
Bildhauer, geb. vor 20.12.1700 in Paderborn, gest. 29.12.1764 in Büren. Über die Ausbildung von Johann Theodor Axer ist nichts bekannt. Möglicherweise absolvierte er eine Lehre in Süddeutschland. In den Jahren 1725-37 ist er in Paderborn, danach geht Axer wahrscheinlich mit seiner Familie auf Wanderschaft. Erst 1750 wird er bei Warburg wieder erwähnt. Wichtige Werke: bischöfliches Residenzschloss Neuhaus Paderborn.

Axter, Ignaz
(auch Igantius, nachweisbar 1735-46). Maler, u.a. in Schlesien.

Bening, Alexander
Nachweisbar ab 1469, + 1519. Flämischer Maler, Vater von Bening, Simon, wurde im Jahr 1469 in die Genter und 1486 in die Brügger Lukasgilde aufgenommen, so dass er in beiden Städten abwechselnd arbeiten konnte. Er gilt als einer der Begründer der Gent-Brügger Miniaturistenschule, deren Einfluss sich von Flandern aus auf England und Spanien erstreckte. Mit Sicherheit sind Alexander Bening die Miniaturen im "Stundenbuch der Marie de Bourgogne" (um 1480, Berlin, Kupferstichkabinett) zuzuschreiben, die eine s

Böcklen, Joesph MaximilianPöckhel, Joseph Maximilian

Breitenauer, Ignaz Alexander
* (getauft) 3.5.1757 in Eichstätt, +4.5.1838 in Eichstätt. Deutscher Bildhauer. Zuerst Schüler seines Vaters, des Bildhauers Joseph Anton Breitenauer, ging er 1774 nach Freising, dann nach Augsburg in die Lehre und begann schliesslich 1777 ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München bei Roman Anton Boos, nach dessen Entwürfen er im Nymphenburger Park die Figuren des "Apoll" und "Bacchus" sowie der "Diana" und "Ceres" ausführte. 1785 liess er sich in Eichstätt nieder und wurde dort Zeichenl

Briseux, Charles Etienne
(1660-1754). Französischer Architekt und Theoretiker. Briseux baute in Paris (Quartier Montmarte) das Palais des Generalsteuerbevollmächtigten d`Augny (Augny-Palais). Seine Bedeutung verdankt Briseux seinen Architekturtraktaten: "L`Archtekture moderne...", 2 Bände, Paris 1728 (1754 2. Auflage); "L`Art de batir des maisons de campagne...", 2 Bände, Paris 1743; "Traite du beau essentiel dans les arts...", Paris 1752.

Brokoff, Ferdinand Maximilian
* 12.9.1688 in Rothenhaus (heute Červený Hrádek) bei Komotau (Chomutov), + 8.3.1731 in Prag. Bedeutender Barockbildhauer, Sohn von Brokoff, Johann, arbeitete zunächst in der Werkstatt seines Vaters, der auch sein Bruder Johann Josef Michael angehörte. Die entscheidenden Eindrücke erhielt er aber weder hier noch bei dem gelegentlich als Lehrer genannten Andreas Quittainer, sondern im Umkreis des Peter von Strudel in Wien. Die ersten ihm sicher zuzuweisenden Werke sind die Steinfiguren der Prager Karlsbrücke: "Franz von Borgia" (1710) und "Kajetan" (1709), "Ignatius von Loyola" und "Franz Xaver" (1710-11), "Vinzenz Ferrer" und "Prokop" (1712) folgten "Johann von Matha", "Felix von Valois" und "Iwan". 1714 schuf Brokoff auch die Plastiken des Morzin-Palais, die Statuen des Grabmals Vratislavs von Mitrovic in St. Jakob und die Statuengruppe "Johannes d. T." auf dem Malteserplatz, alle in Prag. Durch Johann Bernhard Fischer von Erlach und dessen Sohn, die ihn schon für das Vratislav-Grabmal herangezogen hatten, erhielt er Aufträge bis nach Wien und Breslau. In Breslau schuf er für die Kurfürstenkapelle die Marmorstatuen "Moses und Aaron" und Supraportenengel (1722), für die Elisabethkirche das Grabmal des Johann Georg von Wolff, für Wien den Entwurf der "Glorie des hl. Karl" (1728) in der Karlskirche. Die wichtigsten Spätwerke entstanden jedoch in Prag, und zwar ein Kalvarienberg und "Die vier Evangelisten" in der Galluskirche (um 1720) sowie die Mariensäule auf dem Burgplatz (um 1725). Titanische Figuren und ein zeitweilig derber Realismus kennzeichnen seinen Spätstil.

Brongniart, Alexandre-Theodore
(1739-1813). Berühmter französischer Architekt des Klassizismus. Geboren in Paris. Schüler von Blondel, Jacques-Francois. Er machte sich 1765 selbständig, war bald erfolgreich, baute das Theater in Caen (zerstört) und das Hotel des Montesson Montesson-Hotel in Paris. Für seine Wohnbauten wählte er einen anmutigen, unpedantischen klassizistischen Stil, der in der Architektur das Gegenstück zu den Plastiken Clodions, der von Brongniart oft für Dekorationen herangezogen wurde, dargestellt (z.B. das ehemalige Conde-Hotel, Paris, 1781). Das Kapuzinerkloster an der Chaussee d`Antin (1789, heute Lycee Condordet, Umbau der Fassade 1864), zeigt eine strengere Auffassung; der Kreuzgang ist eine Kolonnade mit dorischen Säulen nach dem Vorbild Paestums. Sein letztes bedeutendes Werk war die Pariser Börse, ein angemessen grossartiger Bau im korinthischen Stil des kaiserlichen Rom (beg. 1807, 1895 verändert u. erweitert). 1804 wurde Brongniart mit der Anlage des Pariser Friedhofs Pere-Lachaise betraut; die Ausführung im Stil eines Englischen Gartens (Gartenbaukunst) gewann grossen Einfluss.

Brüllow, Alexander Pawlowitsch
* 21.11.(10.12.) 1798 in St. Petersburg, + 9.1.1877 in St. Petersburg. Russischer Architekt und Maler, studierte in den Werkstätten des Vaters, dann an der Kunstakademie. Er lebte 1822-26 in Italien, fertigte in Pompeji Kupferstiche von Rekonstruktionen der Thermen an. 1827 bis 1830 Aufenthalt in Paris und Rückkehr nach St. Petersburg. In seinen Bauten vereinigte Brüllow traditionell klassisch-russische mit pompeganischen und griechischen Elementen. 1834-39 erbaute er das Observatorium in Pulkowo bei St. Petersburg, 1837-43 das Stabsgebäude des Garderegiments auf dem St. Petersburger Schlossplatz und vollendete damit das von Rossi, Karl Iwanowitsch geschaffene Ensemble, 1833-38 schuf er die Lutheranische Kirche in St. Petersburg. Er leitete den Ausbau des Winterpalais St. Petersburg und des Neues Exerziershaus, den Umbau des Marmorpalais St. Petersburg und des Alexanderhospitals sowie die Beendigung des von Rossi, Karl Iwanowitsch begonnenen ehemaligen Michailow-Theaters. Bekannt wurden auch Brüllows Aquarelle, Ansichten der St. Petersburger Umgebung, seine Porträts von Zar Nikolaus I., Walter Scott, der neapolitanischen Königsfamilie u.a.

Bryaxis
Griechischer Bildhauer, tätig seit dem 2. Viertel des 4. Jh. bis zu dessen Ende. Sein plastischer Stil trägt Züge des Übergangs von der Spätklassik zum Frühhellenismus, der sich durch ein neues, ausgreifendes Verhältnis der Figur zu ihrem Umraum ausdrückt. Sein Name und der Standort vieler seiner nur in antiken Schriftquellen überlieferten Werke lassen auf karische Herkunft (südwestliches Kleinasien) schliessen. Er war einer der vier Künstler, die die plastische Ausgestaltung des zu den sieben Weltwundern zählenden Mausoleums von Halikarnassos übernommen hatten. Möglicherweise ist die Statue des Herrschers Maussollos, heute im British Museum in London, sein Werk. Mehrere Platten des Nordfrieses an diesem Bauwerk, die den Kampf Zwischen Griechen und Amazonen darstellen, wurden ihm zugeschrieben. Eine Dreifussbasis aus Athen trägt seine Signatur. Von einigen seiner berühmten, nur schriftlich erwähnten Götterstatuen ist ihm zumindest das Bildnis des Sarapis auf Grund mehrerer römischer Kopien zuzuschreiben. Des weiteren gehört ein Porträt des Seleukos Nikator zu seinem Werk.

Carpeaux, Jean Baptiste
(*11.5.1827 in Valenciennes, *11.10.1875 in Schloss Bécon in Courbevoire/Seine). Bildhauer, Maler und Zeichner. Arbeitete am Schloss Neudeck Krs. Tarnowitz mit.

Caux, Isaac deCaus, Isaac de

Colin, Alexander
* 1527 oder 1529 in Mecheln, + 17.8.1612 in Innsbruck. Niederländischer Bildhauer des Manierismus. Ein Vertrag von 1558 dokumentiert seine Verpflichtung für Bildhauerarbeiten am Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses (Heidelberg Heidelberg I), für das er das wahrscheinlich astrologisch zu deutende Figurenprogramm an der Fassade schuf. Die Formgebung der Figuren zeigt die typisch niederländische Version des Manierismus. Über Mecheln gelangte er nach Innsbruck, wo er zahlreiche Aufträge für das Kaiserhaus erhielt, so vor allem die Vollendung der Grabmalsanlage Maximilians I. in der Hofkirche, darunter die prächtigen Reliefs am Kenotaph des Kaisers. Für Kaiser Ferdinand I., dessen Gemahlin Anna und Kaiser Maximilian II. schuf er im Prager Dom ein Grabmal (1564 bis 1589). Die Gisants von Ferdinand und Anna, für die es zunächst geplant war, ruhten auf der Marmortumba - an den Seiten wappenhaltende Engel, vorne der auferstandene Christus über Schlange und Totenkopf. Das 1573 vollendete Monument wurde unter Kaiser Rudolf II. erweitert, um auch die Liegefigur seines Vaters Maximilian aufnehmen zu können, und 1589 in der Mitte des Veitsdoms aufgestellt. Colins Ruhm begründeten auch weiterhin seine Grabmäler, beachtenswert vor allem das für Hans Fugger (1584 bis 1587; heute in St. Ulrich, Innsbruck).

Conze, Alexander
Am 10.12.1831 in Hannover geboren. Seit 1863 lehrte er an der Universität Halle. 1869 ging er nach Wien, wo er die Keramik als Leitform archäologischer Chronologie entdeckte. 1873-75 leitete Conze die österreichischen Grabungen auf Samothrake. Die Publikation dieser Forschungen gilt als der erste Ausgrabungsbericht im modernen Sinne; er wurde erstmals durch fotographische Aufnahmen ergänzt. 1877 wurden Conze zum Direktor der Berliner Antikensammlung ernannt. 1878 beauftragte er Humann, Carl mit der Leitung der Ausgrabungsarbeiten in Pergamon. Es gelang ihm, den berühmten Pergamonaltar für Berlin zu erwerben. Conze starb am 19. Juli 1914 in Berlin.

Cox, GonsaelCoques, Gonzales

Coysevox, Antoine
(1640-1720). Französischer Bildhauer. Schuf zwei Tiergruppen im Schlosspark von Sceaux. Ausserdem führte er das von Le Brun, Charles konzpierte Grabmal des Marquis de Vaubrun in der Schlosskapelle von Serrant.

Davis, Alexander Jackson
(1803-90). Amerikanischer Architekt, geb. in New York, arbeitete als Zeichner bei Ithiel Town (1784-1844), dessen Partner er 1829 wurde. Schon 1827 baute er das Connecticut State Capitol mit einem dorischen Portikus. Die beiden entwarfen gemeinsam Parlamentsgebäude desselben Typus für weitere Bundesstaaten (Indiana, 1831; North Carolina, 1831; Illinois, 1837; Ohio, 1839). Sie gehören zu den eindruckvollsten amerikanischen Bauwerken des Greek Revival. Davis konnte auch im gotischen Stil der englischen Universitäten (die Universität von New York, Washington Sqaure, 1832) und anderen gotischen Versionen bauen und war gewandt im Villenbau.

Delacroix, Eugene
(1798-1863). Französischer Maler. Schuf die Gemälde in der Bibliothek des Bourbon-Palais in Paris und gestaltete auch den Luxembourg-Palais mit.

Delamair, Pierre Alexis deMaire, Pierre Alexis de La

Destailleur, Hippolyte Alexandre
(*27.9.1822 in Paris, 17.11.1893 in Paris). Architekt, arbeitete an Pless II mit.

Duban, Felix Louis Jacques
(1797-1870). Französischer Architekt. Restaurierte im 19. Jh. Schloss Blois.

Dumont, Augustin Alexandre
* 4.8.1801 in Paris, + 28.1.1884 in Paris. Französischer Bildhauer, Sohn von Dumont, Jacques-Edme. Nach der Ausbildung beim Vater errang er 1823 den Ersten Rompreis und ging nach Italien, wo er ein intensives Antikenstudium betrieb. In Rom entstanden u.a. zwei seiner wichtigsten Werke, die Porträtbüsten von "Guérin", dem Direktor der Ecole Francaise (1628, Paris, Musée National du Louvre), und "Leucothée et Bacchus" (1830, Genua, Rosso-Palazzo). Nach Paris zurückgekehrt, schuf der vielfach ausgezeichnet

Feuchtmayr, Franz Xaver I
(auch Feichtmair, Feichtmayer), Franz Xaver I. * 10.12.1705 in Haid bei Wessobrunn, + 1764 in Augsburg. Deutscher Stukkateur, Ornamentstecher und Bildhauer des Rokoko, Mitglied der weitverzweigten Wessobrunner Stukkatorenfamilie und Bildhauerfamilie, Bruder von Feuchtmayr, Johann Michael und Vater von Feuchtmayr, Franz Xaver II. Bei seinen meist in Oberbayern und Tirol ausgeführten Werken arbeitete er häufig mit dem Maler Matthäus Günther zusammen. 1738/39 war er an der Dekoration der Kirche in Diessen am Ammersee beteiligt, 1731 bis 1734 an der Stiftskirche in Stams, zugeschrieben wird ihm die Ausstatung der Pfarrkirchen in Wilten in Tirol (1754/55). Die ihm oft zuerkannte Stuckierung des Festsaales von Schloss Sünching bei Regensburg (um 1761/62) stammt jedoch von Jakob Rauch (mit Ergänzungen in Holz von Ignaz Günther). Von seiner Tätigkeit als Ornamentstecher sind sechs Blätter mit Rocaillemotiven bekannt.

Feuchtmayr, Franz Xaver II
(auch Feichtmair, Feichtmayer), Franz Xaver II. + 1803 in München. Deutscher Hofstukkateur des Rokoko, gelegentlich auch Bildhauer, Sohn von Feuchtmayr, Franz Xaver I, arbeitete seit 1752 in München als Gehilfe von Johann Baptist Zimmermann, dessen Nachfolger in Hofdiensten er 1758 wurde. Zusammen mit Roman Anton Boos und Christian Wink gründete er 1770 eine öffentliche Zeichenschule, die erste Kunstakademie in München. 1789 leitete er die Ausbesserung der Stuckierung in der Münchener Theatinerkirche St. Cajetan. In seinem Spätwerk neigte er bereits dem Klassizismus zu.

Fomin, Iwan Alexandrowitsch
* 22.1. (3.2.) 1872 in Orel, + 12.6.1936 in St. Petersburg. Russisch-sowjetischer Architekt und Historiker, Vertreter des Klassizismus und Verfechter der proletarischen Klassik bzw. der sog. Roten Doktrin. 1919-28 war er Leiter des ersten staatlichen Architekturbüros und Planungsbüros in St. Petersburg und 1933-36 Leiter des Architekturateliers3 des Moskauer Sowjets. Zu seinen Hauptwerken zählen der Herrensitz Polowzew in St. Petersburg (1911-13), der Landsitz Gagarin bei Pskow (1912-13), der Gebäudekomplex der Gesellschaft Dynamo mit Wohnungen, Läden und Klub in Moskau (1926-30), die Zentrale des Moskauer Sowjets (1929-30), die Bibliothek des Polytechnischen Institus in Iwanowo-Wosnesensk (1928-31), das Haus des Ukrainischen Sowjets in Kiew (1934-38) sowie die Metrostationen Krasny Worota (1934-35) und Ploschad Swerdlowa (1936-38) in Moskau.

Hammerschmidt, Felix Anton
(+16.10.1762 in Neisse). Schlesischer Baumeister. Errichtete wahrscheinlich Schloss Rohnstock, sicher den Stadthof der Grüssauer Äbte in Schweidnitz, war am Bau von Schloss Fürstenstein Waldenburg und dem Bischofspalais Neisse II beteiligt

Heideloff, Carl Alexander von
(1789-1865). Bekannt vor allem als Restaurator: Dom in Bamberg, Veste Coburg, Kreuzkirche in Rottweil, Frauenkirche in München, St. Sebald u. St. Lorenz in Nürnberg, Stiftskirche in Stuttgart, St. Georg in Dinkelsbühl und viele andere. Er veröffentlichte "Die Ornamentik des Mittelalters" (1838-52), "Die Bauhütte des Mittelalters" (1844) u.a. Als Architekt bevorzugte er den neugotischen Stil.

Ixnard, Pierre Michel d`
(1723-95). Franz. Architekt des frühen Klassizismus unter Einfluss von Blondel, Jacques-Francois und Servandoni, arbeitete hauptsächlich im Südwesten Deutschlands. Geboren in Nimes, ausgebildet in Paris, wurde er 1763 an den Stuttgarter Hof gerufen, 1764 Baudirektor in Hechingen, später Architekt des Kurfürsten von Trier. Sein Hauptwerk ist die weiträumige, strenge und ziemlich massig wirkende Abteikirche des Kurfürsten von Trier. Sein Hauptwerk ist die weiträumige, strenge und ziemlich massig wirkende Abteikirche des Klosters St. Blasien im Schwarzwald (1773-83) mit dorischem Aussenbau und einer feierlichen Rotunde in Anlehnung an die korinthische Säulenordnung. Ixnard plante den Neubau des Koblenzer Schlosses (1777-86), des ersten bedeutenden frühklassizistischen Baues im Rheinland, der nach seiner Rückkehr nach Frankreich (1780) von A.F. Peyre reduziert fertiggestellt wurde. Weiter Werke in Colmar, Ellingen und Strassburg.

Kobell, Wilhelm Alexander Wolfgang
* 6.4.1766 in Mannheim, + 15.7.1855 (1853?) in München; deutscher Maler, Zeichner und Radierer, wichtigstes Mitglied der Malerfamilie Kobell, Sohn von Kobell, Ferdinand und bedeutendster Landschaftsmaler der Münchener Schule zu Beginn des 19. H. und im Biedermeier. Nach der ersten Ausbildung durch seinen Vater wurde Kobell Schüler der Mannheimer Akademie u.a. Egid Verhelst d.J. 1792 wurde er als Hofmaler nach München berufen. Ab 1808 erhielt er von Kronprinz Ludwig die Aufträge für seine Schlachtendarstellungen, weshalb er 1809 nach Paris und Wien reiste. 1814 wurde Kobell zum Professor für Landschaftsmalerei an der Münchener Akademie erkannt; 1818 reiste er nach Rom. Kobells Frühwerk mit Landschaften in spätbarocker Tradition stand nahezu ausschliesslich unter dem Einfluss der alten Holländer wie Philips Wouwerman, Nicolaes Berchem und Paulus Potter; meist malte er in dieser Phase in Aquarelltechnik. In den neunziger Jahren wandte er sich verstärkt sehr qualitätvollen figürlichen Studien und Portätzeichnungen zu, kehrte aber bald wieder zur Landschaftsdarstellung zurück, die nun plastischer, klarer und räumlicher wurde ("Dir Furt", 1798, Kassel, Gemäldegalerei). Kobells Hauptschaffenszeit ist durch die Aufträge für die Schlachtenbilder mit den Heldentaten der "Neubaiern" in den Napoleonischen Kriegen gekennzeichnet, die zur Dekoration des von Klenze, Leo von erbauten Bankettsaals der Münchener Residenz (München I) bestimmt wurden. Stilistisch erreichte Kobell hier im Typus einer romantisch-klassizistischen Landschaftsdarstellung mit seiner distanzierten Sehweise, grossen Naturtreue, einer Caspar David Friedirch vergleichbaren weiten Raumauffassung und minuziösen Details seinen künstlerischen Höhepunkt ("Belagerung von Kosel", München, Neue Pinakothek). Die Spätphase Kobell ist durch kleinformatige Plbilder und Aquarellbilder mit grosser Weiträumigkeit, klaren Lichtverhältnissen, kühlen Farben und unbewegten Staffagefiguren gekennzeichnet ("Reitergesellschaft auf den Isarhöhen", um 1830, Stuttgart, Staatsgalerie).

Le Blond, Jean-Baptiste Alexandre
(1679-1719). Pariser Architekt, der nur dadurch einige Bedeutung erlangte, dass er das französische Rokoko in Russland bekanntmachte. Sein Meisterwerk ist das weitläufige Schloss Peterhof (Petrodworez) bei St. Petersburg (1716, später erweitert) von typisch französischer Eleganz und vornehmer Zurückhaltung in der Dekoration. In Paris werden ihm Hotels und Adelspaläste zugeschrieben.

Ledoux, Claude-Nicolas
(1736-1806). Begann als Modearchitekt des Louis-seize, von Madame Dubarry gefördert, und entwickelte sich dann zum kühnsten und extremsten Vertreter des frühen Klassizismus in Frankreich. Von seinen Zeitgenossen kam ihm an Schöpferkraft und Eigenständigkeit nur Boullee gleich; die meisten Entwürfe Boullees aber wurden im Gegensatz zu den seinigen nicht ausgeführt. Beide Künstler wurden erst in letzter Zeit wiederentdeckt. Trotz der fast geometrischen Einfachheit sind ihre Arbeiten keineswegs abstrakt, sondern ausdrucksvoll oder "parlant". Ledoux wurde in Dormans geboren und studierte unter Blondel, Jacques-Francois in Paris. Obwohl er nie in Italien war, hat er die italienische Baukunst doch durch die phantasiereichen Stiche von Piranesi, Giovanni Battista, auf denen gigantische Bauwerke dargestellt sind, tief beeinflusst. Trotz seines exentrischen und streitsüchtigen Wesens war Ledoux sehr erfolgreich, es fehlte ihm nie an Aufträgen. Seine ersten Bauwerke waren das Hotel d`Halwyll (Halwyll-Palais) in Paris (1766), das Chateau de Benouville (1770-77) und das Montmorency-Hotel in Paris (1770-72). In den auf eine Diagonalachse bezogenen, kreisförmigen oder ovalen Räumen entfaltete er seine Originalität. 1771 begann er für Madame Dubarry zu arbeiten, und im folgenden Jahr vollendete er den Louveciennes-Pavillon, der einen Meilenstein in der Geschichte des französischen Geschmacks setzt, vollkommen im klassizistischen Stil dekoriert und eingerichtet. Die architektonische Behandlung der Innenräume beschränkte sich auf flache Pilaster, klassizistische Flachreliefs und elegante Kassettierungen in Wabenmuster. 1776 begann Ledoux das Hotel Thelusson (Thelusson-Hotel, zerstört) in Paris, zu dem ein riesiger Triumphbogen, der in einen englischen Landschaftsgarten führte, den Zugang bildete. Diese typisch romantische Auffassung des Klassizismus, bei der die ungezwungene Gestaltung des Gartens die sachliche Einfachheit und die geometrischen Formen des Bauwerks betonte, wiederholte sich in stärkerem Masse bei einer Gruppe von 15 Häusern, die er für die Westindische Gesellschaft in Paris (1792) erbaute; auch sie wurden zwanglos in einen Landschaftsgarten gesetzt. Erfolg und öffentliche Anerkennung scheinen Ledouxs Erfindungskraft noch angeregt zu haben, denn seine sichersten und eigenständigsten Werke stammen aus der zeit nach seiner Ernennung zum Mitglied der Akademie (1773) und zum Hofarchitekten. Meisterwerke sind das massige, streng kubische Theater in Besancon (1775-84, 1957 abgebrochen), dessen ionischer Portikus kein Giebelfeld trägt und dessen halbrunder Zuschauerraum mit aufsteigenden Sitzreihen von einer Kolonnade im dorischen Stil überragt wird. Noch eingentümlicher sind die von ihm erbauten Salinen in Arc-et-Senans (1775-79), von denen einiges als Fragment erhalten ist. Hier kommt sein Gespür für die Romantik des Elementaren und Ursprünglichen auf hervorragende Weise zum Ausdruck: Der dunkle Portikus täuscht die Aushöhlung natürlichen Felsgesteins vor, scheinbar "strömt" aus ihm salzhaltiges Wasser; es ist in Wirklichkeit aber ebenso aus Stein wie der ganze Bau. Noch extremer waren die Entwürfe für seine Idealstadt Chaux: ein Gebäude sollte aus einer freistehender Kugel bestehen, ein anderes aus einem horizontalen Zylinder. Die von ihm in den Jahren 1785-89 in Paris erbauten Zollhäuser sind gemässigt in der Gestaltung, aber sie beweisen seine stilistische Spannweite. Das interessanteste der noch erhaltenen ist die Barriere de St-Martin an der heutigen Place de Stalingrad: ein hoher Zylinder ragt aus einem rechteckigen Komplex hervor, der mit einer Fülle von inkonsequent verwendeten Motiven geschmückt ist. 1783 baute Ledoux einen Salzspeicher von Compiegne, von dem nur die schwerfällige Fassade heute noch steht, und 1786 zeichnete er Entwürfe für einen Justizpalast und für ein Gefängnis in Aix-en-Provence, die jedoch nicht nach seinen Plänen ausgeführt wurden. Ledoux`s Laufbahn wurde durch die Revolution beendet (er war während der 90er Jahre des 18. Jh.s in Haft). Seine letzten Lebensjahre verbrachte er damit, seine Entwürfe für die Veröffentlichung vorzubereiten: "L`Architecture consideree sous le rapport de l`art, des moeurs et de la legislation" (1804).

Leroux, Roland
* um 1495 in Rouen, + 1527 in Rouen. Französischer Bildhauer und Architekt am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance, erbaute in Rouen das Echiquier-Palais und das Bureau de Finance. Er erneuerte den 1514 abgebrannten Turmhelm der dortigen Kathedrale und war wesentlich an der Gestaltung ihrer Westfassade beteiligt. Die spätgotische Rosette und die Anlage des Mittelportals sowie grosse Teile des detailreichen plastischen Schmuckes gehen auf ihn zurück. Das unter seiner Leitung in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstanden Grabmahl des Kardinals Georges d´Amboise im Inneren der Kirche weist neben Formen des Flamboyantstils bereits Elemente der Frührenaissance auf.

Maire, Pierre Alexis de La
(auch Delamair). * 1676, + 1745 in Chatenay bei Paris. Französischer Barockarchitekt, arbeitete als königlicher Bauunternehmer unter Robert de Cotte und stand bis 1710 in Diensten der Familie de Soubise in Paris. Seit 1703 lieferte er zudem Entwürfe für die Schlossprojekte Kurfürst Maximilian Emanuels von Bayern in München I und Schleissheim II. Seine beiden Hauptwerke befinden sich in Paris auf einem gemeinsamen Grundstück: das Soubise-Hotel (ab 1704) und das Rohan-Hotel (1704 bis 1709, heute Archives Nationales). Beim Soubise-Hotel musste Maire vorhandene ältere Bauteile berücksichtigen; beim Rohan-Hotel konzipierte er eine dreigeschossige Gartenfront, deren giebelbekrönter Mittelteil durch toskanische Säulen und ionische Säulen sowie attische Pilaster in Superposition akzentuiert ist und die sich damit an die Gartenfassade des Schlosses Versailles anlehnt.

Oppenheim, Max Freiherr von
Am 15.7.1860 in Köln geboren. Seit 1892 führten ihn ausgedehnte Reisen durch Vorderasien, Nord- und Ostafrika bis zum Tschadsee. Auf diesen Reisen erforschte er vor allem das Leben der Beduinen. 1899 entdeckte er in Nordostsyrien den Tell Halaf (Tell Halaf I, Tell Halaf II). 1911-13 leitete er die Ausgrabungen auf dem Siedlungshügel und fand den Palast eines aramäischen Kleinkönigs aus dem 9. Jh. v. Chr. mit reichem Skulpturenschmuck (reliefierte Orthostaten). 1927 und 1929 setzte Oppenheim seine Grabungen fort und stiess auf eine typische Keramik, die einer mesopotamischen Kulturepoche den Namen gab. Diese Tell-Halaf-Kultur folgte im 5. Jt. die sog. Samarra-Kultur (6. Jt.) und wurde im 4. Jt. von der Ubaid-Kultur abgelöst. Oppenheim begründete in Berlin das Tell-Halaf-Museum, das 1943 einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Die Ausgrabungsstücke aus Tell Halaf sind heute über mehrere Museen verteilt, in Berlin, in Paris und in London. Oppenheim starb am 15.11.1946 in Schloss Ast bei Landshut.

Pöckhel, Joseph Maximilian
Pöckhel (Böcklen), Joseph Maximilian (Lebensdaten unbekannt), Bildhauer und Holzschnitzer. Wahrscheinlich aus Bayern stammend, erhielt er 1730 die Ernennung zum württembergischen Hofbildhauer und arbeitete in Stuttgart (vermutet) und in Ludwigsburg krs. Ludwigsburg. Hier wurden ihm Schnitzereien an Möbeln und Kutschen und besonders von 1732 bis 1734 Arbeiten im Neuen Corps de Logis übertragen, zu denen die Wandvertäfelungen im Régence-Stil im Schlafzimmer der Herzogin gehören. 1734 und 1735 schuf er Bildhauerarbeiten und Stuckarbeiten im Neubau des Rathauses von Schwäbisch Hall. 1738 hielt er sich in Bamberg auf.

Polyxena
Tochter des Priamos und der Hekabe; Schwester von Hektor und Paris. Sie wird auf dem Grab des Achill geopfert. Dargestellt wird Polyxena meist am Grab des Achill (manchmal kniend), während Neoptolemos, der Sohn des Helden, sich anschickt, das Opfer zu vollziehen.

Prokof, Ferdinand MaximilianBrokoff, Ferdinand Maximilian

Prokop, Ferdinand MaximilianBrokoff, Ferdinand Maximilian

UlixesOdysseus

Welsch, Maximilian von
(1671-1745). Geboren in Kronach, seit 1695 in kaiserlichem Militärdienst als Ingenieur und Festungsbaumeister, ab 1704 im Dienst Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn in Mainz. Als kurmainzischer und bambergischer Baudirektor beteiligt an den Schlossbauten von Pommersfelden II (von 1711 zusammen mit Dientzenhofer, Johann, Würzburg I (in der 1. Bauperidode 1720-23 neben Hildebrandt, Johann Lukas von) und Bruchsal II, für das er seit 1720 zahlreiche Entwürfe für die Gesamtdisposition und Grundrissgestaltung lieferte. 1728 von Neumann, Johann Balthasar aus der Bauleitung in Bruchsal verdrängt, 1729 auch als bambergischer Oberbaudirektor von diesem abgelöst. Seine Pläne für eine barocke Doppelturmfassade des Würzburger Doms, für die Hofkirche in Würzburg und für Vierzehnheiligen wurden nie ausgeführt, sein Entwurf für die Schönbornkapelle am Würzburger Dom wurde von Neumann, Johann Balthasar modifiziert übernommen. Sein letzter Bau war die Abteikirche in Amorbach (beg. 1742), die erst nach Welschs Tod 1747 vollendet wurde. Ausserdem war Welsch als Festungsbaumeister (Drusenheim im Elsass, Rosenberg Kronach, Forchheim Krs. Forchheim I und Mainz IV, 1706-15) und als Gartenarchitekt tätig : Weissenstein Pommersfelden, Gaibach II, Fulda I, Usingen I und Göllersdorf in Niederösterreich.

Weyhe, Maximilian Friedrich
*1775, +1846. Niederrheinischer Gartenbaumeister. Maximilian Friedrich Weyhe stammt aus einer alten Gärtnerfamilie. Sein Vater, Josef Clemens Weyhe, wirkte als Hofgärtner des Kurfürsten Clemens August von Köln in Poppelsdorf (Clemensruhe), zuletzt war er als Lustgärtner im Schlosspark Augustusburg Brühl tätig. Bei ihm lernte sein Vetter, der spätere Generaldirektor der Königlichen Gärten in Berlin, Peter Josef Lenné (Sohn), während der Sohn Weyhes, Maximilian Friedrich, bei seinem Schwager, der Kurfürstlichen Hofgärtner Peter Josef Lenné (Vater) in Brühl von 1789-92 das Handwerk des Gärtners erlernte und umfassende Kenntnisse über die Gartenkunst erwarb. Maximilian Friedrich Weyhe wurde 1803 von Staatsrat G. Arnold Jacobi nach Düsseldorf gerufen. Am 28. August 1806 schloss die Regierung mit Weyhe einen „Entreprise-Contract“ für die Pflege des vorhandenen Hofgartens ab. Seine Tätigkeit in Kalkum ab 1807 fällt mit der Umgestaltung des von Pigage, Nicolas de begründeten Hofgartens zwischen Schloss Jägerhof Pempelfort und Hofgartenstrasse und mit der Planung und Ausführung der Landskronenumgebung (1809-12) zusammen. Während dieser Zeit war Weyhe zugleich in Kalkum tätig und schuf den Englischen Garten des Kalkumer Schlossparkes. Im Stadtplan von Düsseldorf von Guffroi und Breitenstein aus dem Jahre 1809 ist zum Teil der von Weyhe entworfene Hofgarten um Landskrone und Ananasberg dargestellt. Dies mag deutlich machen, dass Weyhe zur gleichen Zeit, als er den Plan für den Englischen Garten in Kalkum schuf, in grosszügigen Pflanzenkulissen und Wiesenräumen, gesteigert durch eine ausgewogene Bodenmodellierung, dachte und baute. Leider fehlt bis heute eine Lebensbeschreibung über diesen grossen Landschaftsgärtner, der nicht nur Düsseldorf wesentlich prägte und den Schlosspark in Kalkum schuf, sondern auch in Aachen auf dem Karlsberg, im Schlosspark Benrath III, in Haus Meer II, Meererbusch, Greiffenhorstpark in Krefeld und neben anderen auch die Gartenanlagen von Anholt I zusammen mit Milner, E.. Weyhe starb mit 71 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem alten Golzheimer Friedhof in Düsseldorf. Das Grab seiner Mutter, Johanna Gertrud Weyhe, wurde auf dem Benrather Friedhof wieder aufgefunden. Stein ältester Sohn, Joseph Clemens, übernahm nach dem Tode des Vaters die Arbeiten in Düsseldorf und Kalkum.

XenoklesIkintos