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31 Person(en) gefunden.

Jacob, Francois-Honore
(1770-1841). Französischer Möbelkünstler.

Jacob, Georges
(1768-1803). Französischer Möbelkünstler.

Jacquemart de Hesdin
Erstmals erwähnt 1384, + um 1410 in Bourges (?). Französisch-flämischer Miniaturmaler aus Hesdin in der Grafschaft Artois, war Hofmaler des Herzogs von Berry, Jean de France, und ist 1399 in Bourges nachweisbar, wo er vermutlich eine grössere Werkstatt für Buchillustrationen leitete. Archivalisch belegte Werke sind die Miniaturen zu den Stundenbüchern "Les très belles heures Du Duc de Berry" (vor 1402, Brüssel, Bibliothéque Royale, ms. 11060/61) und "Grandes heures du Duc de Berry" (1409, Paris, Bibliothèqu

Jadot de Ville-Issey, Jean-Nicolas
(1710-61). Ausgebildet in Frankreich, trat in jungen Jahren in die Dienste des Erzherzogs Franz I. von Lothringen, der ihn auch nach seiner Heirat mit Maria Theresia in Wien bei sich behielt. Jadot de Ville-Issey erbaute in Wien die Akademie der Wissenschaften (1753) und die Menagerie in Schönbrunn (1752), beide im Louis-quinze-Stil (Rokoko). Wahrscheinlich schuf er auch den Plan für die königliche Burg in Budapest (1749, im 19. Jh. weitgehend umgebaut). Jadot entwarf den Arco di S. Gallo in Florenz, der zur Erinnerung an die Eroberung des Grossherzogtums Toskana durch den Erzherzog 1739 errichtet wurde.

James, John
(ca. 1672-1746). Baute die Kirche St. George am Hanover Square in London (1712-25) mit einem sechssäuligen Portikus in Kolossalordnung mit Giebel. diese Konzeption wurde sofort von Hawksmoor, Nicholas (St. George, Bloomsbury in London) und Gibbs, James (St. Martin-in-the-Fields in London) aufgenommen. Wricklemarsh in Blackheath war sein Hauptwerk (1721), abes es wurde zerstört, wie fast alle seine Werke.

Japelli, Giuseppe
(1783-1852). Führender italienischer Architekt und Landschaftsgärtner zur Zeit der Romanik, ein echter Eklektiker - ein in Italien seltener Typ -, der mühelos in den verschiedensten Stilen arbeiten konnte. Mit dem Caffe` Pedrocchi in Padua (1816-31, 37) begann er in einer sehr ernsten klassizistischen Version, wandte sich dann einer noch strengeren Form zu, abgeleitet von den säulenlosen Rückfronten palladianischer Paläste (z.B. bei der Villa Vigodarzere, Saonara, 1817), danach einem kühnen griechisch-dorischen Stil für das Schlachthaus in Padua (1821, heute Istitutio d`Arte). Nach einer Reise nach Frankreich und England baute er einen neugotischen Flügel an das Caffe Pedrocchi an (1837) und errichtete anschliessend das Teatro Verdi in Padua in einem Gemisch von Rokoko und Neugotik (1847). Seine Landschaftsparks sind im grossen und ganzen englischen Typs (Gartenarchitektur), die meisten liegen in Venetien (z B. Saonara und Ca`Miontto, rosa), aber einer der schönsten war der der Villa Torlonia (Torlonia-Villa) in Rom (1840).

Jappelli, GiuseppeJapelli, Giuseppe

Jason
(Iason oder griech. Ieson). Sohn des Aison, König von Iolkos. Berühmter Held, Anführer der Argonauten auf ihrer Suche nach dem Golden Vlies. Vor allem am Isthmus von Korinth, wo der Held der Überlieferung nach starb, wurde er verehrt. Jason wird gewöhnlich in der Szene wiedergegeben, in der er den Drachen mit Hilfe von Medea überwältigt, die sich in den Helden verliebt hat und ihm Zaubertränke zubereitet.

Jean d´Orbais
+ nach 1229. Französischer Baumeister der Hochgotik, gilt allgemein als Urheber des Gesamtplans der Kathedrale Notre-Dame in Reims, als deren Baumeister er von ca. 1211-29 tätig war. Er vereinigte die Tradition der frühgotischen Bauhütten, das Bauideal der vieltürmigen Kathedrale nach dem Vorbild von Laon und Chartres sowie das Architektursystem von Chartres und schuf mit der Einführung des Masswerks die richtungsweisende klassische gotische Fensterform.

Jean de Chelles
* kurz nach 1258; französischer Baumeister der Hochgotik, gilt als Erbauer der nördlichen Querhausfassade von Notre-Dame in Paris und begann laut Sockelinschrift 1258 das südliche Querhaus. Indem er Gewände und Archivolten einander entsprechend gestaltete, schuf er einen neuen, richtungsweisenden Portaltypus. Dieser hochgotische Zug zur Vereinheitlichung zeigt sich auch an der gesamten Portalanlage, wobei Portalarkaturen und Blendarkaturen (Arkade) durchgehend von Wimpergen bekrönt sind.

Jefferson, Thomas
(1743-1826). Gesetzgeber, Nationalökonom, Gelehrter und dritter Präsident der USA (1801-09), war auch ein begabter und ausserordentlich einflussreicher Architekt. Sohn eines Landvermessers, erbte er einen ansehnlichen Bestiz in Albermarle County, wo der 1769 für sein eigenes Haus "Monticello" eine überaus romantische Lage wählte. Er leitete den Plan dafür aus "Select Architecture" von Morris, Robert ab, modifizierte ihn aber unter Bezugnahme auf Gibbs, James und auf die Palladio-Ausgabe von

Jegotov, Ivan Vasilevic
* 1756, + 1814. Russischer Architekt, studierte bei Wassilij Baschenow und Matvej Kazakov und war seit 1803 Direktor der Kremlbauabteilung. Zu seinen Hauptleistungen zählen das Militärhospital in Lefortowo bei Moskau, ds Gehöft Durasowy in Ljublino bei Moskau, die Restaurierung der Mauern und der Umbau des Wodowswodnaja-Turms und des Nikolskaja-Turms der Kremlanlagen (Kreml Moskau).

Jenisch, Philipp Joseph
(um * 1671 Marbach am Neckar, † 30.6.1736 Blaubeuren), Architekt. Einige Jahre nach dem Abschluss seines Theologiestudiums in Tübingen begab sich Jenisch 1699 im Auftrag des Herzogs Eberhard Ludwig zum Studium der Mathematik nach Altdorf bei Nürnberg und anschliessend, um sich zum Architekten weiter auszubilden, auf eine mehrjährige Studienreise, wohl u.a. nach Italien. 1703 nach Württemberg zurückgekehrt, lieferte er den Entwurf zum Fürstenbau am Erlachhof, dem späteren Ludwigsburg Krs. Ludwigsburg. Im Jahr darauf wurde Jenisch zum Landbaudirektor ernannt, musste in Ludwigsburg aber zwei Jahre später Nette, Johann Friedrich weichen, dem fortan leitenden Architekten des Schlossbaues. 1727 zog sich Jenisch von den Geschäften im herzoglichen Bauwesen zurück und verbrachte seine letzten Lebensjahre als Abt von Blaubeuren.

Jermolin, Wassili Dmitrijewiitsch
+ zwischen 1481 und 1485. Russischer Architekt und Bildhauer, ausserdem Kaufmann und Unternehmer, stattete als Leiter der Umbauten und Erneuerungsbauten der Kreml-Befestigungsanlagen (Kreml Moskau) mit Reliefs aus (von denen in der Tretjakov-Galerie das Fragment "Georg der Sieger" erhalten ist) und erbaute 1469 das Refektorium im Troiza-Segej-Kloster in Sagorsk (nicht erhalten). Darüber hinaus führte er Restaurierungsarbeiten an der Georgskirche in Jurjew-Polski und 1471 an der Kirche auf dem Goldenen Tor

Jeropkin, Pjotr Michailowitsch
* um 1698, + 27.6. (8.7.) 1740 in St. Petersburg. Russischer Architekt, studierte 1716-24 in Italien, leitete als führender Architekt der Petersburger Baukommission seit 1737 die Ausarbeitung des Bebauungsplans, legte das Dreistrahlensystem der Hauptstrassen fest und markierte den weiteren Weg der Stadtentwicklung mit der Anlage des Kanalsystems, der Kais sowie der Wassilij-Insel. Jeropkin zeichnete verantwortlich für den ersten russischen Architekturtraktat und übersetzte Schriften von Palladio, Andrea ins Russische.

Jeune, Adam LeAdam, Nicolas Sebastien

Jones, Inigo
(1573-1652). Ein Genie, den englischen Architekten in seiner Zeit weit voraus, brachte den klassischen italienischen Renaissancestil in den noch immer halbgotischen Norden und führte die plötzliche Blüte der englischen Renaissancearchitektur herbei. Jones wurde in London als Sohn eines Tuchmachers geboren und scheint schon vor 1603, als er noch ein „picture-maker“, ein Maler, war, Italien besucht zu haben. Erst nach 1608 hört man von ihm als Architekten (Entwurf für die Neue Börse in London); seine ersten bekannten Bauwerke entstanden noch später. In der Zwischenzeit war er als Bühnenbildner, der auch in verschwenderischer, prunkvoller italienischer Manier Maskenspiele ausstattete, eine berühmte Persönlichkeit am Hof. Eine grosse Anzahl seiner Entwürfe sind noch erhalten, Zeichnungen von seinen phantastischen Barockkostümen und von kaum weniger phantastischen Architekturkulissen, die er sich vermutlich in Italien angeeignet hatte, ausführte. 1613 reiste er wieder, diesmal mit dem grossen Kunstsammler Lord Arundel, für neunzehn Monate nach Italien. Als er zurückkehrte, bewunderte er Palladio, Andrea masslos; auch hatte er sich durch eigene Anschauung eine in England einzigartige Kenntnis der antiken römischen Baudenkmäler erworben; in Venedig war er mit Scamozzi, Vincenzo zusammengetroffen. Von 1615 an, als er Inspektor der königlichen Bauten geworden war, arbeitete er bis zum Bürgerkrieg 1642 an den verschiedenen königlichen Schlössern. Unmittelbar nach seiner Ernennung schuf der drei überraschend neuartige Bauwerke, in denen er kompromisslos mit dem Jacobean Style brach: Queen`s House in Greenwich (1616-18 und 1629-35), Prince`s Lodging in Newmarket (1619-22, zerstört) und das Banqueting House in Whitehall in London (1619-22). Queen`s House ist das erste strengklassische Renaissance-Bauwerk in England, obwohl die Bauarbeiten lange ruhten (Fundament 1616 gelegt, aber der Bau selbst und die Innenräume entstanden 1632-35). Das in den Aussmassen bescheidene Prince`s Lodging wurde das Vorbild für jene roten Backsteinhäuser mit Eckquadern und Walmdach mit Dachgaube, die im Lauf des Jh.s so populär wurden. Das Banqueting House ist Jones`s Hauptwerk: es drückt vollkommen seine Konzeption der Baukunst aus, „körperhaft, proportional den Regeln entsprechend, männlich und ungekünstelt, und seine Bewunderung für Palladio, Andrea. Aber obwohl jedes einzelne Detail im palladinischen Stil entworfen wurde, ist dieses Werk keineswegs eine blosse Nachahmung. Alles wurde subtil umgesetzt, und das Ergebnis ist unmissverständlich englisch: verlässlich, eigenwillig und ziemlich phlegmatisch. Queen`s Chapel in St. James` Palace in London /1623-27) war auch absolut neu für England: eine Renaissance-Kirche ohne Seitenschiffe, errichtet über einem Parallelogramm, mit kassettiertem Segmentgewölbe, Giebelfront und einem grossen venezianischen Fenster (Palladio-Motiv). Ebenso verblüffend neuartig, aber ausdrucksvoller war der bekannteste Tempelentwurf für den Katafalk König Jakobs I. (1625). Jones`s bedeutende Bauten für König Karl I. von England sind zerstört bis auf Queen`s House in Greenwich. Darin bildete er eine italienische Villa nach, deren Schlichtheit und Schmucklosigkeit kühn und eigenwillig gewirkt haben muss. Die Loggia im Obergeschoss ist ganz palladianisch, ebenso wie die zweiläufige, geschwungene offene Treppe zur Terrassen, doch nichts ist blosse Kopie. Die Proportionen sind leicht verändert, und der allgemeine Eindruck ist der eines langen, niedrigen und in keiner Weise italienischen Bauwerks. Der Saal im Innern ist würfelförmig, und die Symmetrie herrscht überall vor. In den 1630er Jahren entstanden auch Jones`s grossartiger Portikus für die Kirche Old St. Paul`s, der diese mittelalterliche Kathedrale in das „römischste“ Bauwerk Englands verwandelte , und Covent Garden, der erste Londoner „square“, von dem die Kirche und ein weiterer Teil (wieder aufgebaut) erhalten sind. Der Square war als einheitliche Komposition geplant: die Häuser hatten gleichförmige Fassaden mit Arkaden im Erdgeschoss, über denen sich kolossale Pilaster erhoben (vielleicht beeinflusst durch die Place des Vosges, Paris). Um 1638 machte Jones sorgfältige Entwürfe für einen riesigen königlichen Palast in Whitehall. Sie zeigten seine Grenzen, und es ist vielleicht für seinen Ruhm von Vorteil, das er niemals ausgeführt wurden. 1642 brachte mit der puritanischen Revolution das Ende seiner glänzenden Hofkarriere. Er war mit König Karl I. in Beverly, doch dann hörte man nichts mehr von ihm bis 1645. Zwar war sein Vermögen während des Bürgerkriegs konfisziert worden, doch wurde er 1646 begnadigt und erhielt seine Besitzung zurück. Anscheinend hat er sich damals von der herrschenden politischen Strömung glücklich tragen lassen, für Lord Pembroke, ein Parlamentsmitglied, arbeitend. Lange Zeit glaubte man, dass die Gartenfassade von Wilton House in dieser Zeit von ihm erbaut wurde; heute ist bekannt, dass sein Mitarbeiter Caus, Isaac de sie entworfen hat (um 1632). Etwa 1647 wurde sie durch eine Feuersbrunst schwer beschädigt, und die berühmten Staatsgemächer in Wilton House müssen also auf ca. 1649 datiert werden. Damals aber war Jones schon zu alt, um sich selber viel um den Bau zu kümmern; er übergab ihn seinem Schüler und angeheirateten Neffen Webb, John. Dennoch atmet der berühmte Doppelwürfel-Saal, der vielleicht schönste Einzelraum in England, seinen Stil der Innenraumgestaltung: Feierlichkeit und Ausgewogenheit verbunden mit einer Schwelgerei in schweren Details im Stil des französischen barocken Klassizismus. Zahllose Bauten sind Jones zugeschrieben worden, von denen einige, wie die Pavillons im Stoke Bruerne Park (1629-35), mit ihm in Zusammenhang gebracht werden können. Sein unmittelbarer Einfluss war stark, jedoch blieb er auf die Hofkreise beschränkt. Im frühen 18. Jh. inspirierte er Burlington, Richard Boyle und Kent, William zur Wiederbelebung des Palladianismus.

Jordaens, Jacob
(1593-1678). Französischer Maler. Gestaltete den Luxembourg-Palais mit.

Jouvenet, Jean
(1644-1717). Französischer Künstler, der u.a. an der Innenausstattung des Justizpalast Rennes mitarbeitete.

Jouvenet, Jean
* (getauft) 1.5.1644 in Rouen, + 5.4.1717 in Paris. Französischer Maler, Vertreter der klassisch-akademischen Malerei, bedeutendstes Mitglied der aus Italien stammenden und seit dem 16. Jh. in Rouen ansässigen Bildhauerfamilie und Malerfamilie Jouvenet. Er erhielt seine Ausbildung ab 1661 als Schüler von Charles Le Brun an der Académie Royale in Paris. Von Le Brun in seiner offiziellen Karriere sehr gefördert, brachte es Jouvenet auch bei Ludwig XIV. bald zu hohem Ansehen. Zu seinen Erstlingsarbeiten gehörte die Mitwirkung an der Dekoration des Salon de Mars in Versailles. 1689 schuf er "Christus heilt Kranke" (Paris, Musée National du Louvre), 1690 "Ludwig XIV. berührt Aussätzige" (St-Riquier, Pfarrkirche), 1692 "Isaak segnet Jakob" (Rouen, Musée des Beaux-Arts), 1694 folgten fünf Monumentalkompositionen für die Decke der grossen Kammer im Parlement de Bretagne in Rennes. Jouvenet stand in dieser frühen Periode vor allem unter dem Einfluss von Le Brun und Nicolas Poussin. Um 1695 wandte er sich verstärkt den Werken von Peter Paul Rubens und den Carracci zu und schuf u.a. eine "Kreuzabnahme" (1697, Paris, Musée National du Louvre).

Jude, Paul
(16. Jh.). Künstler. Schuf die Wandvertäfelungen im Justice-Palace Grenoble.

Juncker, Hans d.Ä.
(auch Johannes). * um 1582, + nach 1623. Fränkischer Bildhauer der Spätrenaissance, wichtigster Vertreter der Bildhauerfamilie Juncker, Sohn von Juncker, Michael d.Ä.. Neben mehreren Grabmälern in der Umgebung von Würzburg schuf er 1598-99 einen Altar für die Pfarrkirche von Darmstadt. Danach arbeitete er in Aschaffenburg und Mainz, oft im Auftag des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Johann Schweikard von Cronberg. Sein bedeutendstes Werk ist die Ausstattung der Kapelle des Schlosses Johannisburg Aschaffenburg. Er schuf den mit Figuren und Reliefs reich gestalteten Passionsaltar (1614, Marmor und Alabaster), die Kanzel (1618 bis 1619, beschädigt) und weitere Teile der plastischen Ausstattung. Charakteristisch für diese Werke am Übergang von der Spätrenaissance zum Frühbarock ist die Verbindung von Bewegung und Pathos mit Kleinteiligkeit und detaillierter Ausarbeitung.

Juncker, Michael d.Ä.
+ um 1619. Fränkischer Bildhauer, Vater von Juncker, Hans d.Ä.. Kam spätestens 1598 von Walldürn nach Miltenberg, schuf neben dem Kamin im Schloss in Weikersheim II (1602-03) verschiedene Kirchenausstattungen in Miltenberg und Messelhausen.

Juncker, Zacharias d.Ä.
* um 1578, + nach Sept. 1656. Fränkischer Bildhauer. Wahrscheinlich Sohn von Juncker, Michael d.Ä. und Bruder von Juncker, Hans d.Ä., arbeitete bis 1619 in Würzburg (u.a. am Dom), danach auch in Walldürn (Altar in der Wallfahrtskirche, datiert 1622 und 1626), Miltenberg und im Kloster Ebrach.

Juno
Griech. Hera. Göttin, Gemahlin des Jupiter.

Jupiter
Griech. Zeus. Höchster röm. Gott, daher auch: Jupiter Optimus Maximus (abgekürzt IOM) = der beste und grösste Jupiter. Andere Schreiweise: Juppiter.

Jupiter Dolichenus
Stadtgott von Doliche in Nordsyrien, weit verehrt im Römerreich.

Jussow, Heinrich Christoph
* 9.12.1754 in Kassel, + 26.7.1825 in Kassel. Deutscher Architekt des Klassizismus, Sohn des Kasseler Architekten Johann Friedrich Jussow, errichtete im Dienst der Landgrafen von Hessen-Kassel zahlreiche Bauten in Kassel, deren Formensprache von einem strengen bis zu einem romantischen Klassizismus reicht und auch von der englischen Neugotik beeinflusst ist. 1784-86 stdierte er bei Charles de Wailly, dem Architekten Ludwigs XVI., in Paris und unternahm ausgedehnte Reisen nach Italien und England, auf denen er die Baukunst der Antike und altenglische Landsitze studierte. 1788 war er in Schloss Wilhelmshöhe Kassel tätig, wo er den zweiten Flügel vollendete und den beherrschenden Corps de Logis nach seinen Plänen ausführte. Für den zugehörigen englischen Landschaftspark schuf er neben zahlreichen Zierbauten in römischem, chinesischem und gotischem Stil auch sein Hauptwerk, die Löwenburg Wilhelmshöhe (1793 bis 1801). Der mit Türmen, Wehrmauern und einer Burgkapelle versehene romantisch-pittoreske Bautenkomplex liegt bühnenbildhaft auf einem Hügelabhang, zeigt Einflüsse der englischen Neugotik und stellt in seiner Gesamtanlage ein bedeutendes Beispiel des romantischen Klassizismus in Deutschland.

Juvara
Italienischer Künstler, der die Gartenfront von Granja De San Ildefonso.

Juvarra, Filippo
(1678-1736). Grösster italienischer Architekt des 18. Jh.s, zugleich ein hervorragender Zeichner. Seine eleganten und verfeinerten, spätbarocken Werke sind ebenso vollendet und für diese Zeit bezeichnend wie Tiepolos Malereien; sie besitzen Heiterkeit und den Phantasiereichtum einer Mozartschen Komposition. Juvarra, Filippo, der aus eine Silberschmiedefamilie stammt, wurde in Messina geboren. In Rom bei Fontana, Carlo ausgebildet, erlangte er zunächst als Bühnenbildner Ruhm, und diese Theatererfahrung prägte fast alle seine späteren Arbeiten. 1714 wurde er von König Victor Amadeus II. von Savoyen nach Turin gerufen und zum Ersten Hofarchitekten ernannt. Abgesehen von einer Reise nach Portugal, London und Paris 1719 bis 1720 blieb Juvarra, Filippo in den folgenden 20 Jahren in Turin. Seine Arbeitsleistung war riesig, er baute Kirchen, Paläste, Landvillen, Jagdhütten, legte vollkommen neue Stadtviertel (Idealstadt) in Turin an, nicht zu sprechen von seinen Entwürfen für Innenräume, Möbel uund Einrichtungsgegenstände. Von seinen Kirchen sind die Superga (1717-31) und die Kapelle von Venaria Reale (1716-21), beide in der Nähe von Turin, sensationell. Die Superga ist die bei weitem grossartigste aller italienischen Stiftskirchen, auf einem Hügel über der Stadt gelegen, vergleichbar mit Melk und Einsiedeln. Seine Turiner Kirchen, S. Filippo Neri (1715), S. Croce (1718ff.) und die Chiesa del Carmine (1732-35, das Innere im Zweiten Weltkrieg zerstört), sind alle erlesen. Zu den von ihm erbauten Stadtpalästen in Turin gehören: Birago-della-Valle-Palazzo (1716), Richa-di-Covasolo-Palazzo (1730), Ormea-Palazzo (1730), während von den für den König errichteten Gebäuden die grossen Paläste und Villen in oder bei Turin: Venaria Reale (1714-26), Madama-Palazzo Turin (1718-21), Rivoli-Castello und sein Meisterwerk Schloss Stupinigi (ab 1729), Bewunderung verdient. In all diesen Werken assistierten ihm zahlreiche und gewandte Maler, Bildhauer und Handwerker, die aus allen Teilen Italiens zusammengeströmt waren, um seine Entwürfe auszuführen. Obwohl in seinem Stil, der mehr auf einer brillianten Verschmelzung der herrschenden Ideen denn auf eigener Erfindungsgabe beruht, kaum eine Entwicklung erkennbar ist, erreichte dieser doch in Stupinigi seine schönste Blüte, besonders in dem grossen Mittelsaal, dessen szenische Eigenart und Skelettstruktur einen Einfluss von nördlich der Alpen vermuten lässt. 1735 wurde Juvarra, Filippo von Philipp V. nach Spanien berufen. Er entwarf für ihn die Gartenfassade des Schlosses Idlefonso bei Segovia und den neuen königlichen Palast (Real-Palacio) in Madrid, der nach Juvarras (Tod von Sacchetti, Giovanni Battista mit Abänderungen errichtet wurde.

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