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51 Person(en) gefunden.

Kadmos
Sohn des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa; Bruder der Europa, die von Zeus (Jupiter) entführt wird. Griechischer Held, mythischer Gründer Thebens. Er wurde vor allem in der Stadt Theben verehrt. Kadmos, einer der berühmtesten Helden der Antike, wird entweder bei der Tötung des Drachen gezeigt, der die Quelle bewacht oder bei der Aussaat der Zähne des Ungeheuers.

Kallikrates
Architekt und Bauunternehmer im 5. Jh. v. Chr. in Athen. Urkundlich bezeugt als Planverfasser von Tempel und Altar auf dem Nikepyrgos der Akropolis (Athen); bei Plutarch (Perikles 13) noch vor Iktinos als Baumeister des Parthenon erwähnt. Ausserdem wirkte er wahrscheinlich als Bauunternehmer an der langen Mauer mit, die Athen mit dem Piräus verband, vielleicht war er auch an der Aussbesserung der Burgmauer (Athen) beteiligt. Sicher fassbar als Architekt ist er nur für den Niketempel, dessen ionische Säulenbasen und Kapitelle (Säulenordnungen) für einen Baubeginn bald nach 448 v. Chr. sprechen. Beendet wurde der Bau, wahrscheinlich ohne Mitwirkung von Kallikrates im Nikiasfrieden (421 v. Chr.). Wegen einiger Übereinstimmungen im Grundriss und im Detail werden Kallikrates der Tempel am Ilissos (ionisch) und der 3. Apollontempel in Delos (dorisch) - beie ebenfalls Amphiprostyloi - zugeschrieben (Dinsmoor). Dageben bleibt es fraglich, ob Kallikrates auch als Erbauer des Parthenon II und der attischen Peripteraltempel (Peripteros), wie des Hephaisteions in Athen, des Poseidontempels von Sunion u.a. gelten darf.

Kallisto
Tochter des Königs Lykaon von Arkadien oder eine Nymphe. Kallisto erscheint mit Zeus (Jupiter), der sich ihr in Gestalt der Artemis (Diana) nähert, mit den Nymphen und der Jagdgöttin, die ihre Schwangerschaft aufdecken oder bei ihrer Verwandlung in eine Bärin.

Kalon
Tätig im späten 6. Jh. v.Chr. Griechischer Bildhauer von der Insel Agina; eine Signatur vom Ende des 6. Jh. fand man auf der Athener Akropolis. Antike Quellen überliefern eine Holzstatue der Athena in Troizen sowie eine Kore von einem Bronzedreifuss in Amyklai. Unsicher ist die Zuschreibung eines Reiterstandbildes und eines den Ägineten ähnlichen bronzenen Kriegerkopfs.

Kalypso
(röm. Calypso). Tochter des Atlas und der Okeanide Pleione. Kalypso ist eine Nymphe, die sich in den schiffbrüchigen Odysseus verliebt und ihn bei sich aufnimmt. Szenen mit Kalypso als Protagonistin spielen in der Kunst meist im Innern einer Grotte. Manchmal erscheint Odysseus auch vor der Grotte, den Blick aufs Meer gerichtet.

Kändler, Johann Joachim
* 15.6.1706 in Fischbach, Sachsen, + 18.5.1775 in Meissen. Deutscher Bildhauer und Porzellanmodelleur, wurde ab 1723 bei Benjamin Thomae in Dresden ausgebildet und arbeitete dort ab 1725 an der Ausgestaltung des Grünen Gewölbes (Dresden II) mit. August der Starke ernannte ihn 1730 zum Hofbildhauer und berief ihn ein Jahr später zur Arbeit an der Ausstattung des Japanisches Palais in Dresden an die Porzellanmanufaktur Meissen. 1733 erhielt Kändler die Position des Modellmeisters, die er bis zu seinem Tod behielt. Er wurde zum eigentlichen Schöpfer der figürlichen Porzellanmodellierung und begründete den Ruhm des Meissner und des europäischen Porzellans insgesamt. Der erst zu Beginn des 18. Jh. erfundene Werkstoff regte ihn zu immer neuen technischen Experimenten mit der Masse, den Farben, der Glasur und dem Brand und zur Verwirklichung völlig neuer Themen an. 1740 avancierte er zum Leiter der gesamten plastischen Abteilung der Meissner Manufaktur. Sein Stil als Schöpfer von Grossplastiken, z.B. des in Sandstein ausgeführten Grabmals Alexander von Miltitz` (1739, Neustadt bei Meissen), wie auch als Porzellanmodelleur war zunächst ganz vom Dresdner Barock in der Tradition von Permoser, Balthasar geprägt, dessen kraftvoller Dynamik er auch später treu blieb. Zu dieser Phase zählen die nach intensiven Naturstudien geschaffenen, in ihren Bewegungsabläufen festgehaltenen überlebensgrossen Tierdarstellungen (Reiher mit Fisch, 1732, Meissen, Staatliche Porzellanmanufaktur), Porträtbüsten, Denkmäler und die monumentalen "Apostelfiguren" (1737-41, Wien, Kunsthistorisches Museum), daneben die ersten grossen Schauservices aus Porzellan, z.B. das von der Einheit von Farbe und Form bestimmte, aus etwa 2200 Stücken bestehende "Schwanenservice" (1737-41), das zum Stil der vierziger Jahre überleitete. Jetzt entstanden die dem Rokoko verpflichteten, berühmten zierlichen Einzelplastiken und Figurenreihen mit Themen der Jagd, des Hofs, des bürgerlichen Lebens ("Gemüsehändler", um 1740, München, Bayerisches Nationalmuseum) und aus dem Bereich des Theaters sowie Heiligendarstellungen und Porträtbüsten. Ein Höhepunkt seines Schaffens wäre das überlebensgrosse Denkmal von "König August III." geworden, von dem nur das Modell und der heroische, dennoch realistisch aufgefasste Kopf erhalten sind (1753-55, Meissen, Staatliche Porzellanmanufaktur); der Siebenjährige Krieg verhinderte seine Vollendung. Die Wendung zum Klassizismus in den sechziger Jahren konnte Kändler innerlich nicht mitvollziehen - auch in den Tafelaufsatz für Katharina II. von Russland (1772-74, zerstört) blieb er der barocken Formensprache seiner früheren Zeit weitgehend treu.

Karcher, Johann Friedrich
(1650-1726). Ursprünglich Gartenarchitekt im Dienste des Kurfürsten von Sachsen. Karcher lernte angeblich bei Le Notre, Andre<, dessen Einfluss auf sein Werk nicht zu leugnen ist. 1648 wurde er zum Obergärtner des Grossen s in Dresden ernannt, für den er einige kleine Gebäude entwarf. 1690 berief ihn August der Starke als Oberlandbaumeister für Polen und Sachsen an den Hof nach Warschau. Karcher lieferte Entwürfe für die Erweiterung des königlichen Schlosses in Warschau I (nicht ausgeführt), und er war wohl auch als Mitarbeiter von Pöppelmann, Matthäus (Matthes) Daniel beim Bau des Taschenbergpalais in Dresden tätig, das für die Gräfin Cosel, eine Favoritin des Königs, errichtet wurde (1705-15). 1718 war er an der Planung des Gartens für das Japanisches Palais in Dresden beteiligt. Er lieferte auch Entwürfe für Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel und Schloss Weissenfels (beide nicht ausgeführt).

Kaulbach, Wilhelm von
(eigentl. Bernhard Wilhelm Eliodorus von Kaulbach). * 15.10.1805 in Arolsen bei Kassel, + 7..4.1874 in München. Deutscher Historienmaler und Porträtmaler. Zunächst an der Düsseldorfer Akademie unter Peter von Cornelius ausgebildet (1822), liess sich Kaulbach 1826 in München nieder, wo er 1837 Hofmaler König Ludwigs I. von Bayern wurde; 1838-39 folgte ein längerer Aufenthalt in Rom, 1849 wurde er zum Direktor der Münchener Akademie ernannt, deren historisch orientierte Lehrmeinung weitgehend von ihm bestimmt wurde. Kaulbachs anfängliches Werk stand noch deutlich unter dem Einfluss von Cornelius, so die zerstörten Gemälde in den Hofgartenarkaden der Münchener Residenz (München I, 1827 z.B. die Personifikationen der Flüsse Bayerns). In der vom Grafen Raczynski beauftragten "Hunnenschlacht" (1835-37, Posen, Museum Narodowe) versuchte er bereits, die statische Bildauffassung von Cornelius durch dynamische kompositorische Bewegungselemente und farblich stärkere Helldunkelkontraste zu beleben. Auch das Gemälde "Die Zerstörung Jerusalems" (1842-47, München, Neue Pinakothek) vereint alle charakteristischen Merkmale der erfolgreichen monumental-klassizistischen Kunst Kaulbachs: ein durch die Geschichte legitimiertes Thema, das durch eine Vielzahl anekdotisch ausgeführter Einzelszenen in der Wirkung gesteigert wurde. 1847-63 führte Kaulbach im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. von Preussen eine sechsteilige Serie für das Treppenhaus des Neuen Museums in Berlin aus, in der sich wie in den Entwürfen für die Fresken der Neuen Pinakothek in München (1850, München, Neue Pinakothek) detailgetreues historisches Einfühlungsvermögen mit sentimentaler Pathetik verbindet. Zu Kaulbachs grossen OEuvre gehören ferner zahlreiche Porträts, z.B. "König Ludwig I. als Grossmeister des Hubertusordens" (1845, München, Neue Pinakothek), und viele für seinen Stil typische Illustrationen, u.a. zu "Reineke Fuchs" von Johann Wolfgang von Goethe (1841-46) oder z.B. die Blätter zu "Goethes Frauengestalten".

Kazakov, Matvej Dmitrievic
* 1738 in Moskau, + 26.10. (7.11.)1812 in Rjasan. Russischer Architekt, einer der Begründer des russischen Klassizismus, war von 1768-74 Mitarbeiter von Wassilij Baschenow, mit dem er am Bau des Grossen Kremlpalasts (Kreml Moskau) arbeitete. Zahlreiche seiner Bauten legten Massstab und Charakter der zeitgenössischen Moskauer Bauweise fest, wobei im Gegensatz zum St. Petersburger Klassizismus für ihn das Einzelgebäude und weniger das Ensemble bestimmend war. 1800-04 leitete er die Aufstellung des Bebauungsplans für Moskau. Zu Kazakovs Moskauer Bauten zählen das Senatsgebäude, die Universität, das Golizyn- und das Pawlow-Krankenhause, der Petrowski-Palast, der Rasumowski-Palast sowie die Kirchen Filippa, Wosnesenija, Kosmy und Damiana. Städtebauliche Bedeutung errang er auch durch die Ausarbeitung von Wohntpen. Bei der Kreml-Bauleitung organisierte er eine Architekturschule, die u.a. von Ossip Beauvais und Ivan Jegotov besucht wurde.

Kazakow, Matwej Fjodorowitsch
(auch Kosakow, Matwej, 1738-1813). Russischer Architekt des Klassizismus, der fast ausschliesslich im Umkreis von Moskau arbeitete. (Er studierte weder an der Petersburger Akademie, noch reiste er ins Ausland.). Einer unbemittelten Familie entstammend, wurde er von Ukhtomsky ausgebildet. Sein Durchbruch als Architekt erfolgte, als er Mitglied des Planungsstabes wurde, der Twer nach dem Brand von 1763 wieder aufbaute. Hier wichen bereits in seinem ersten selbständigen Bau barocke Elemente dem Klassizismus. In der Zusammenarbeit mit Baschkenow an den Plänen für den Kremlpalast (Kreml Moskau) (1767-74) fand er zu seinem reifen Stil, der dann in dem üppigen, doch massvoll gestalteten Senatsgebäude im Kreml (1776) in Erscheinung trat. Sein Werk umfasst Privathäuser (Demidow-Palais, Gubin-Palais, Razumowsky-Palais), gekennzeichnet durch Hauptfassaden mit Portikus, zurückgesetzt zwischen symmetrischen Seitenflügeln, ferner öffentlichen Auftragsbauten (Galitzin-Spital, 1796), die Alte Universität von Moskau (1786; 1817 von Zhilyardi umgebaut) und die Rundkirche St. Philipp (1777). Seine Anleihen bei der Pseudogotik (Petrowsky-Palast, 1775 und Palast in Zarizyn, 1786) sind weniger überzeugend als die Baschkenows. Kazakows Stil neigt zu Schlichtheit und einem gewissen Palladianismus, ohne dabei puristisch zu wirken. Ihn faszinierten zu jeder Zeit Kuppeln und ihr Fensterwerk. Er schuf auch reizvolle Interierus, so u.a. die Säulenhalle im Adelsklub (1784). Kazakow begründete die Moskaurer Tradition klassizistischer Architektur, die dann in D. I. Zhilyardi oder Gigliardi (1788-1845) ihren Höhepunkt fand.

Keller, Johann Balthasar
* 16.3.1636 in Zürich, + 1702 in Paris. Schweizer Erzgiesser, mit seinem Bruder Johann Jacob (* 17.12.1638 in Laufen, + 1700 in Colmar) unter Ludwig XIV. in Frankreich tätig; sie zeichneten ihre Arbeiten mit "Les Keller". Bedeutende Aufträge im Statuenguss waren die Skulpturen für die Parkanlagen des Schlosses Versailles sowie die Reiterstatue von Ludwig XIV. für die Place Vendome in Paris (zerstört), die in einem Stück gegossen wurde.

Kent, William
(1685-1748). Maler, Dekorateur, Landschaftsgärtner und Architekt; aus kleinen Verhältnissen stammend, gelang es ihm dennoch, zehn Jahre in Rom Malerei zu studieren. 1719 ermöglichte ihm Lord Burlington, Richard Boyle, dessen Freund und Protege er sein Leben lang blieb, die Rückkehr nach London. Kent hatte eine launenhaftes und impulsives Wesen; zudem war er im Gegensatz zu seinem Gönner geradezu ungebildet zu nennen. Obwohl er ebenso gern im neugotischen wie im klassischen Stil arbeitete, liess er sich von Lord Burlington, Richard Boyle immer wieder dazu verleiten, sich bei allen grösseren Aufgaben den Regeln des Palladianismus zu unterwerfen oder anzupassen. Seine Innenraumgestaltungen zeigen einen persönlichen Stil. Die Dekorationen sind ebenso wie die von ihm entworfenen Möbel verschwenderisch reich mit plastischem Schmuck verziert und vergoldet; sie gehen im Stil teils auf italienische Barockmöbel, teils auf Entwürfe von Jones, Inigo, dessen "Designs" Kent 1727 herausgab, zurück. Kent wandte sich erst im Alter von 45 Jahren, also nach 1730, der Architektur zu. Die Entwürfe zu seinem Hauptwerk Holkham Hall (beg. 1734, ausgeführt von Brettingham) stammen mit ziemlicher Sicherheit zum grössten Teil von Burlington, Richard Boyle, dessen Hand sich in dem stakkatohaften Charakter des Aussenbaus und in so bezeichnenden und sich selbst isolierenden Elementen wie dem Palladiomotiv des Fensters, das von einem Entlastungsbogen überfangen wird, zeigt. Die apsidiale Eingangshalle aus Marmor, die auf der Verbindung einer römischen Basilika mit der ägyptischen Halle von Virtuv beruht, ist mit ihren Säulen, ihrer Kassettendecke und ihrem grossartigen Treppenaufgang, der zum Piano nobile hinaufführt, einer der eindrucksvollsten Räume in England. Seine überreich vergoldeten, mit Damast ausgeschlagenen Prunkzimmer, die kunstvoll gestalteten Türrahmen , die jeweils einen Giebel tragen, die schweren Kransgesimse und die Nischen für antike Marmorfiguren zeigen deutlich, wie sehr in England römische Grossartigkeit bewundert wurde. Das Schatzamt London, die Bauten Nr. 17 Arlington Street (1741) und Nr. 44 Berkeley Square, alle in London, sind hauptsächlich wegen ihrer Innenräume bemerkenswert. Das Haus am Berkeley Square vor allem zeichnet sich durch einen Treppenaufgang aus, dessen räumliche Anlage als die eindrucksvollste in London gelten kann. Kents letztes Bauwerk, die Horse Guards in London ist eine Wiederholung von Holkham Hall, doch wurde leider nach dem Tode von Kent ein Glockenturm hinzufügt, den Vardy, John errichtete. Kent ist vielleicht bedeutender als Gartengestalter, denn als Architekt. Er war der Schöpfer des englischen Landschaftsgartens (Gartenbaukunst) und der "Erste, der über den Zaun sprang und sah, dass die ganze Natur ein einziger Garten ist". Dadurch wurde das Verhältnis zwischen Haus und Landschaft von Grund auf verändert. Die Fassaden verloren an Wucht und Dramatik. Seit dieser Zeit bemühte man sich, das Herrenhaus mit der Umgebung, die nun nicht mehr vom Bauwerk beherrscht und bestimmt wurde, in Einklang zu bringen.

Kentauren
Nachfahren des Kentauros, Sohn des thessalischen Königs Ixion und einer Wolke. Es sind wilde, verrohte Pferdemenschen, die der Sage nach in den Wäldern und Bergen hausen und sich von rohem Fleisch ernähren. Sie werden häufig im Rahmen der Hochzeit von Hippodameia und Peirithoos in der berühmten Kentaurenschlacht dargestellt.

Kephalos
(röm. Cephalus). Nach Ovid Sohn des Deion und Enkel des Aeolus, vereinzelt auch Sohn des Hermes (Merkur) und der Herse. Er ist ein junger Jäger; Gemahl der Prokris; Angebeteter der Eos (Aurora). Kephatos wird vor allem im Zusammenhang mit dem Tod von Prokris abgebildet; manchmal trauernd ist er neben der geliebten Frau zu sehen, begleitet von Hunden.

Kessel, Hieronymus van
* (getauft) 6.10.1578 in Antwerpen, + nach 1636 in Antwerper; flämischer Porträtmaler des Frühbarock, war u.a. Schüler von Cornelis Floris in Antwerpen. Nach einem Aufenthalt in Frankfurt a. Main ist er seit 1606 in Augsburg im Haus der Fugger (Fuggerscher Stadtpalast) und 1609 in Innsbruck nachweisbar und arbeitete seit 1615 mehrmals in Köln. Als Porträtmaler und Figurenmaler (Köln, Wallraf-Richartz-Museum) entfaltete er eine fruchtbare Tätigkeit.

Khune, KasparCuneo, Gaspare

Kirke
(röm. Circe). Nach Homer Tochter des Sonnengottes Apoll und der Okeanide Perse. Zauberin, die die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt. In Rom auf dem Monte Cicero (etwa bis zur Entstehung des Römischen Reiches). Darstellungen der Zauberin Kirke zeigen gewöhnlich die Szene, in der sie die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt. Gelegentlich wird sie auch alleine inmitten ihrer Tiere dargestellt.

Klausenburg, Georg von
Tätig in der 2. Hälfte des 14. Jh. Deutscher Erzgiesser der Gotik aus Klausenburg in Siebenbürgen (heute Rumänien), schufen u.a. Heiligenfiguren (1370) und eine Reiterstatue des "Hl. Ladislaus" (1390) für die Kathedrale in Gross-Wardein (Nagyvárad), die nicht erhalten sind. Das bedeutendste Werk der Brüder ist das bronzene Reiterstandbild des "Hl. Georg" in halber Lebensgrösse (1373, Hradschin Prag), das durch seine kühne Bewegung und raumgreifende Wirkung einzigartig in der gotischen Kust ist. In der neu

Klausenburg, Martin von
Tätig in der 2. Hälfte des 14. Jh. Deutscher Erzgiesser der Gotik aus Klausenburg in Siebenbürgen (heute Rumänien), schufen u.a. Heiligenfiguren (1370) und eine Reiterstatue des "Hl. Ladislaus" (1390) für die Kathedrale in Gross-Wardein (Nagyvárad), die nicht erhalten sind. Das bedeutendste Werk der Brüder ist das bronzene Reiterstandbild des "Hl. Georg" in halber Lebensgrösse (1373, Hradschin Prag), das durch seine kühne Bewegung und raumgreifende Wirkung einzigartig in der gotischen Kust ist. In der neu

Klengel, Wolf Caspar von
(1630-91). Obwohl in erster Linie Militäringenieur, muss er doch als Begründer des Dresdener Barock gelten. Er begann seine Laufbahn als Artillerieoffizier. Auf Reisen in die Niederlande, nach Paris (1647) und Italien (1651-55) zeichnete er zahlreiche neuentstandene Bauten (Württemberg, Landesbibliothek Stuttgart). In Rom traf er mit Bernini und Borromini, Francesco zusammen, in Venedig machte er die Bekanntschaft von Longhena, Baldassare. 1656 wurde er von Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen nach Dresden berufen und zum "Oberlandbaumeister" bestellt. 1658 entwarf er ein gewaltiges Mausoleum für die Dynastie der Wettiner (nicht ausgeführt) und erhielt den Auftrag, die Schlosskapellen von Moritzburg Krs. Dresden und Dresden II umzubauen. Seine Hauptwerke entstanden im Umkreis des Dresdener Schlosses: das prächtige Komödienhaus in italienischem Stil (1664-67, bald danach zerstört), das neue Ballhaus (1668-69) und das Schiesshaus (1672-73). 1672 wurde er zum Oberinspekto für die Festungen und öffentliches Gebäude ernannt. In den folgenden Jahren baute er nur noch wenig; zu nennen sind der obere Teil des Turmes der Dresdener Schlosses in einem deutsch-niederländischen Barock, der sich von seinem gewohnten italienisch inspirierten Stil deutlich unterscheidet (1674-78, zerstört), und der Turm der Stadtkirche von Dippoldiswalde (1685-86). Nach dem Brand von 1685, der "Alten-Dressden" zerstörte, entwarf er einen grandiosen, von der römischen Antike beeinflussten Plan für die zukünftige Neustadt. Die Strassen gehen strahlenförmig vom Brückenkopf an der Elbe aus, eine breite Allee bildet die Mittelachse.

Klenze, Leo von
(1784-1864). Bedeutender Architekt des Klassiszismus. 1800-1803 Studium der Kameralbauwissenschaft bei D. Gilly und A. Hirt, Berlin. Im höheren Baufach Autodidakt, setzte er sich 1803 in Paris mit der Entwurflehre Durands (Durand, Jean-Nicolas-Louis) auseinander. 1808 Berufung als Hofarchitekt zu König Jerome Bonaparte nach Kassel, wo er bis 1813 tätig war. 1816 trat er in den Dienst des damaligen Kronprinzen, späteren Königs Ludwig I. in München, wurde 1818 Hofbauintendant, übernahm aber bis 1843 die Leitung der Obersten Baubehörde und war Mitglied im 1829-30 gegründeten Baukunstausschuss. Ursprünglich von der napoleonischen Staatsarchitektur geprägt, wandte sich Klenze unter dem Einfluss Ludwigs I. dem "hellenistischen" Klassizismus zu, als dessen bedeutendster Vertreter in Süddeutschland er gilt. Darüber hinaus nahm er als erster Architekt Deutschlands in seinen Bauten Stilformen des italienischen Mittelalters und der Renaissance (Leuchtenberg-Palais, 1816-21) auf. Unter Protektion des bayerischen Königs, seit etwa 1829 in Rivalität zu Gärtner, Friedrich von, bestimmte Klenze die Neugestaltung Münchens in der 1. Hälfte des 19. Jh.s Werken von europäischem Rang. Bestimmend für das neue Münchener Stadtbild wurden im Rahmen der Stadterweiterung einheitlich konzipierte städtebauliche Ensembles wie der Königs- und Wittelsbacherplatz, der Ludwigstrasse und die Bauten der erweiterten Residenz München I mit dem Marstallplatz und dem Max-Josephs-Platz sowie der Hofgartenumbauung. Der Königsplatz mit zwei Hauptwerken Klenzes - der Glyptothek (1816-34) mit ionischer und den Prophyläen (1846-60) mit dorischer Säulenordnung - war durch umgebende Gartenanlagen in einen Naturzusammenhang eingebunden. Bei der Grundkonzeption der Ludwigsstrasse und ihren südlichen Bauten (Odeon, 1826-28; Kriegsministerium, 1827-30) entschied sich Klenze für eine geschlossene Bebauung im Stil der italienischen Renaissance. Den Residenzbereich wertete er durch den florentinisch inspirierten Königsbau (1823-32), den römischen Festsaalbau (1832-42) und die romanisch-byzantinische Allerheiligen-Hofkirche (1826-37) auf. Die alte Pinakothek (1826-36) wurde als der monumentalste Galeriebau seiner Zeit in ganz Europa bewundert. 1816-42 erreichte Klenze die Walhalla nach dem Vorbild des Parthenon, 1833-53 die ebenfalls dorische Ruhmeshalle und 1849-63, mit Rücksicht auf Gärtners (Gärtner, Friedrich von) Fundamentierung, die Befreiungshalle bei Kelheim. 1839-51 erarbeitete er eine neue städtebauliche Konzeption für Athen und errichtete dort 1853 die Dionysoskirche. 1839-51 wurde nach seinen Plänen die Eremitage I in Petersburg erbaut. Von seiner breiten, humanistisch-fundierten Bildung zeugt seine Tätigkeit als Archäologe und Landschaftsmaler.

Klinckerfuß, Johannes
(* 8.6.1770 Bad Nauheim † 18.10.1831 Stuttgart), Ebenist. Klinckerfuß ging nach einer Schreinerlehre auf Wanderschaft und war Schüler von David Roengten in Neuwied. 1795 kam er nach Stuttgart und wurde 1799 zum Kabinettsebenisten ernannt. Durch seine hochwertigen Arbeiten entwickelte er sich zum führenden Ebenisten in Württemberg in der Zeit des Klassizismus und Empire. Für den württembergischen Hof lieferte er ganze Zimmergarnituren, so für das Neue Schloss in Stuttgart (Stuttgart II), Schloss Ludwigsburg Krs. Ludwigsburg und Schloss Rosenstein Bad Cannstatt.

Klöcker von EhrenstrahlDavid

Klytie
Eine Okeanide, das heisst, eine der 3.000 Töchter des Titanen Okeanos. Sie war Geliebte des Sonnengottes Apoll, der sie wegen Leukothoe verlässt. Verstossen von ihrem Geliebten wird Klytie weinend oder während ihrer Verwandlung in eine Sonnenblume dargestellt.

Knackfuß, Hubert
* 25.6.1866 in Dalheim bei Aachen, + 30.4.1948 in München. Deutscher Architekt und Bauforscher, war nach seinem Architekturstudium in Aachen und der Ausbildung als Regierungsbaumeister in Kassel seit 1901 massgeblich an den Ausgrabungen der antiken griechischen Städte Milet und Didyma unter Wiegand, Theodor beteiligt. Forschungsergebnisse publizierte er zum Rathaus (1908) und zum Südmarkt (1924) von Milet sowie zu Didyma (1941, 3 Bde., hg. von Wiegand, Theodor). Nach seinen Zeichnungen wurde das Markttor von Milet im Berliner Pergamonmuseum wiederaufgebaut. Knackfuß war 1912-19 zweiter Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen und seit 1919 Professor für antike Baukunst an der Technischen Hochschule in München.

Knight, Richard Payne
(1750-1824). Landedelmann, befasste sich als Amateur mit der Theorie des Landschaftsgartens (Gartenbaukunst) und begann 1773 mit der Errichtung seines eigenen Hauses Downtown Castle. Der unregelmässige, rauhe Aussenbau (der Grundriss ist eher asymmetrisch zu nennen) erweckt den Eindruck einer starken Burg des Mittelalters. Die Innenräume dagegen sind in einem geglätteten, eleganten klassizistischen Stil gestaltet. Dieses Haus wurde zum Prototyp der pittoresken, burghaften Landsitze, die dann ein halbes Jahrhundert lang so beliebt waren. 1794 veröffentlichte Knight " The Landscape - a Dicactic Poem", eine Schrift, in der er Browns (Brown, Lancelot) gekünstelten Landschaftsgartenstil angriff. Diese Abhandlung war Price, Sir Uvedale gewidmet, der eine langatmige Erwiderung, die sich in einzelnen Punkten von Knights Abhandlung unterscheidet, verfasste. Knights wesentlich umfassender Schrift "Analytical Enquiry into the Principles of Taste" (1805) ist eine philosophische Untersuchung des Phänomens des Pittoesken.

Knobelsdorff, Georg Wenzeslaus von
(1699-1753). Hofbaumeister Friedrichs des Grossen, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband und dessen eklektischen Geschmack sein Werk getreu widerspiegelt. Knobelsdorff stammte aus preussischem Adel. Er begann seine Laufbahn beim Heer. 1729 nahm er seinen Abschied als Hauptmann, um sich der Malerei zu widmen. Schon um 1733 war er mit Friedrich II. (damals noch Kronprinz) freundschaftlich verbunden. Er errichtete für ihn in dessen Garten in der Garnisonsstadt Neuruppin einen Apollotempel in Form eines Rundbaus. Friedrich ermöglichte ihm daraufhin eine Italienreise und beauftragte ihn nach der Rückkehr mit den Erweiterungsbauten für Schloss Rheinsberg i. Brandenburg (1737). Unmittelbar nach Friedrichs Thronbesteigung im Jahre 1740 wurde Knobelsdorff nach Dresden und Paris gesandt, um sich auf grössere Projekte vorzubereiten. Für die Königinmutter schuf er einen neuen Gebäudeflügel für ihr Schlösschen Monbijou in Berlin (1740-42) und im Auftrage des Königs einen Erweiterungsbau für Schloss Charlottenburg II mit grossartigen, reich dekorierten und farbenfrohen Innenräumen, die im Stil des Rokoko stukkiert sind (1742-46, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört). 1741 begann er, das Berliner Operhaus (ausgebrannt 1843, renoviert von Langhaus, im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wiederaufgebaut) mit einer etwas sparsameren Innenraumgestaltung und mit einem strengen Aussenbau, bei dem er den englischen neupalladianischen Vorbildern verpflichtet ist, zu errichten. Während die Arbeiten hier weiter fortschritten, wurde er zum Oberaufseher der königlichen Schlösser und Gärten, zum Oberintendanten aller Bauten der königlichen Provinzen und zum Mitglied des preussischen Ministerrates ernannt. 1744 begann er mit dem Umbau des Potsdamer Stadtschlosses (Potsdam III), dessen klassizistisches Äusseres in Gegensatz zu der reichen Innenraumdekoration stand (zerstört). 1745 begann er, in enger Zusammenarbeit mit dem König (der den Hauptplan entwarf; Friedrichs Skizze ist erhalten), Schloss Sanssouci in Potsdam zu errichten. 1746 verscherzte er sich die Gunst des Königs durch einen Streit und wurde entlassen. Sein skizzierter Entwurf zu einem Schloss Unter den Linden in Berlin für Prinz Heinrich wurde von J. Boumann ausgeführt (Prinz-Heinrich-Palais, 1748-66, die heutige Humboldt-Univeristät).

Knöffel, Johann Christoph
(1686-1752). War gleichzeitig mit Chiaveri, Gaetano Longuelune, Zacharias in Dresden tätig. Der französische Klassizismus (Barock) von Longuelune, Zacharias hat ihn stark beeinflusst. Das Wackerbarth-Palais (1723-28, 1945 zerstört) und das Kurländer Palais (1728-29, 1945 zerstört), beide in Dresden, können als Beispiel für seine eleganten, zurückhaltenden, durch Pilaster gegliederten Stadtbauten dienen. 1734 zum sächsischen Oberlandbaumeister in Dresden ernannt, begann er 1737 mit seinem Hauptwerk, dem Brühlschen Palais (Brühl-Palais II, 1899 zerstört). Zwischen 1743 und 1751 baute er das grosse Jagdschloss Hubertusburg Wermsdorf bei Oschatz wieder auf und vollendete, nachdem sein Konkurrent Chiaveri, Gaetano 1748 nach Rom zurückgekehrt war, die Hofkirche in Dresden, die dieser begonnen hatte.

Knoller, Martin
* 8.11.1725 in Steinach am Brenner, + 4.7.1804 in Mailand; österreichischer Maler des Übergangsstils vom Illusionismus des Rokoko zum Klassizismus, studierte u.a ab 1744 bei Paul Troger und 1752-53 an der Wiener Akademie, die ihm 1753 einen Preis für Historienmalerei verlieh. 1755 reiste er nach Rom, wo er Anton Raphael Mengs und Winckelmann, Johann Joachim kennenlernte. Nach Aufenthalten in Neapel, Mailand und wiederum Rom (1760-65) wurde er 1765 Hofmaler des österreichischen Statthalters Graf Firmian in Mailand und führte von dort aus Aufträge in Tirol und Süddeutschland aus. Während sein Frühwerk noch ganz in der Tradition des ausgehenden Rokoko stand (Fresken im Vigoni-Firmian-Palazzo, Mailand, 1759), zeigt das Fresko in Volders bei Hall (1765) eine Mischung spätbarocker und klassizistischer Merkmale. In die illusionistische Anlage mit Inhalten aus dem barocken Repertoire brachte er ein klärendes Element durch eine übersichtliche szenische Ordnung. Sein auf leuchtenden Rottönen, Blautönen, Gelbtönen basierender Kolorismus geht auf Correggio zurück, die fein verriebenen Übergänge auf Mengs. Vom gleichen Stil geprägt sind u.a. sein Chorkuppelfresko (1769) und die Altarblätter (1765-86) in der Klosterkirche Ettal, wobei die klassizistischen Züge in den Ölbildern stärker ausgeprägt sind. Die Fresken in der Abteikirche Neresheim, wo er 1775 fünf Ovalkuppeln und Nebenfelder ausmalte, waren sein grösster Auftrag. Das ikonologische Programm stellt eine neue rationale Entsprechung zwischen Freskoe und Kirchenraum her und interpretiert die Ordnung der Messe und der einzelnen Räume des Kirchengebäudes. Bei den Fresken im Belgioso-Palazzo in Mailand (1781/83) hat Knoller die illusionistische Untersicht aufgegeben; in vereinfachter Anlage ist eine Allegorie im antiken Kostüm dargestellt. Die Deckenfresken und Wandfresken im Ansitz Gerstburg bei Bozen haben bereits den Charakter isolierter Tafelbilder, ohne den Zusammenhang mit dem dekorativen Rahmengerüst aufzugeben. Knollers Bedeutung liegt somit in der Tätigkeit als Freskomaler, wodurch er der süddeutschen Deckenmalerei zu überregionaler Bedeutung verhalf. In der Nachfolge von Rottmayr, Michael verfestigten sich bei ihm die spielerischen Elemente des Rokoko wie dei Massengruppierung des Barock und nahmen im Spätwerk statuarischen Charakter an. Knoller schuf auch zahlreiche Porträts, die vor allem 1790/91 in Wien entstanden.

Kobell, Ferdinand
* 7.6.1740 in Mannheim, + 1.2.1799 in München. Deutscher Maler und Radierer. Er studierte ab 1762 an der Mannheimer Akademie, wurde dort 1764 Theaterdekorationsmaler an der Hofoper und 1766 kurfürstlicher Kabinettmaler. 1768 bis 1770 kam es zu einem Studienaufenthalt in Paris; 1793 siedelte er nach München über, wo er ab 1798 die dorthin überführte Mannheimer Gemäldegalerie leitete. Kobell begann mit Phantasielandschaften in starker Anlehnung an Werke von jacob an Ruisdael, Allaert van Everdingen und Aert van der Neer, befreite sich dann aber aus der malerischen Auffassung des Spätbarock zu unmittelbarer Naturdarstellung, grosser Weiträumigkeit und einem sachlichen Realismus. Er wurde damit zum Bahnbrecher der realistischen Landschaftsmalerei des 19. Jh. Auch seine vor allem von Ruisdael und Adriaen van Ostade inspirierten Radierungen hatten Einfluss auf die zeitgenössische Kunst. Zu seien Hauptwerken gehören sieben Landschaftspanneaus im Arbeitszimmer des Badhauses im Schwetzinger Park (Schwetzingen), u.a. "Gebirgslandschaft" (1779, Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle), "Blick auf Aschaffenburg" (1786, Aschaffenburg, Staatsgalerie) und "Mainbrücke" (1786, München, Neue Pinakothek).

Kobell, Wilhelm Alexander Wolfgang
* 6.4.1766 in Mannheim, + 15.7.1855 (1853?) in München; deutscher Maler, Zeichner und Radierer, wichtigstes Mitglied der Malerfamilie Kobell, Sohn von Kobell, Ferdinand und bedeutendster Landschaftsmaler der Münchener Schule zu Beginn des 19. H. und im Biedermeier. Nach der ersten Ausbildung durch seinen Vater wurde Kobell Schüler der Mannheimer Akademie u.a. Egid Verhelst d.J. 1792 wurde er als Hofmaler nach München berufen. Ab 1808 erhielt er von Kronprinz Ludwig die Aufträge für seine Schlachtendarstellungen, weshalb er 1809 nach Paris und Wien reiste. 1814 wurde Kobell zum Professor für Landschaftsmalerei an der Münchener Akademie erkannt; 1818 reiste er nach Rom. Kobells Frühwerk mit Landschaften in spätbarocker Tradition stand nahezu ausschliesslich unter dem Einfluss der alten Holländer wie Philips Wouwerman, Nicolaes Berchem und Paulus Potter; meist malte er in dieser Phase in Aquarelltechnik. In den neunziger Jahren wandte er sich verstärkt sehr qualitätvollen figürlichen Studien und Portätzeichnungen zu, kehrte aber bald wieder zur Landschaftsdarstellung zurück, die nun plastischer, klarer und räumlicher wurde ("Dir Furt", 1798, Kassel, Gemäldegalerei). Kobells Hauptschaffenszeit ist durch die Aufträge für die Schlachtenbilder mit den Heldentaten der "Neubaiern" in den Napoleonischen Kriegen gekennzeichnet, die zur Dekoration des von Klenze, Leo von erbauten Bankettsaals der Münchener Residenz (München I) bestimmt wurden. Stilistisch erreichte Kobell hier im Typus einer romantisch-klassizistischen Landschaftsdarstellung mit seiner distanzierten Sehweise, grossen Naturtreue, einer Caspar David Friedirch vergleichbaren weiten Raumauffassung und minuziösen Details seinen künstlerischen Höhepunkt ("Belagerung von Kosel", München, Neue Pinakothek). Die Spätphase Kobell ist durch kleinformatige Plbilder und Aquarellbilder mit grosser Weiträumigkeit, klaren Lichtverhältnissen, kühlen Farben und unbewegten Staffagefiguren gekennzeichnet ("Reitergesellschaft auf den Isarhöhen", um 1830, Stuttgart, Staatsgalerie).

Kokorinov, Aleksandr
* 29.6. (10.7.)1726 im Ural, + 10.(21.)3.1772 in St. Petersburg; russischer Architekt zwischen Barock und Frühklassizismus. 1752-54 baute Konkorinov den Rasumowski-Landsitz des gleichnamigen Grafen bei Moskau; 1765 wurde er Professor, 1769 Rektor der Akademie der Künste in St. Petersburg und errichtete zusammen mit Jean-Baptiste Vallin de la Mothe dort das Gebäude der Akademie der Künste.

Kölderer, Jörg
* 2. Hälfte 15. Jh. im Weiler Hof bei Inzing, Oberinntal, + vor dem 18.8.1540 in Innsbruck; österreichischer Maler, Architekt und Miniator, trat 1500 als Hofmaler Kaiser Maximilians I. in Erscheinung und seit 1518 auch als Hofbaumeister. Seit 1498 führte er umfangreiche Wandmalereien in Innsbruck und um 1507 auch in der Kapelle von Mitterburg aus. Von ihmn stammen auch die Fassadenmalerei des Wappenturms und wahrscheinlich die Fresken des Goldenes Dachl in Innsbruck. 1500 entstanden bedeutende Miniaturen zum "Jagdbuch Kaiser Maximilians I." (Brüssel, Bibliothèque Royale, Ms. 5751-2) und 1504 das "Tiroler Fischereibuch" (Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Vind. 7962). Der Künstlerkreis um Kölderer gilt als Ausgangspunkt der Donauschule. Zwischen 1507 und 1512 lieferte Kölderer Entwürfe zu Kaiser Maximilians "Ehrenpforte" und "Triumphzug" (Wien, Albertina). Urkundlich gesichert ist seine Mitarbeit am Grabmal Maximilians in der Hofkirche in Innsbruck.

Koldewey, Robert Johann
Am 10.9.1855 in Blankenburg/Harz geboren. Er studierte in Berlin, München und Wien Architektur, Archäologie und Kunstgeschichte. In Hamburg trat er in den Staatsdienst, war aber glücklich, als er 1882/83 an den amerikanischen Grabungen in Assos (Westtürkei) teilnehmen dürfte. 1885 ensandte ihn das Deutsche Archäologische Institut mit einem Forschungsauftrag nach Lesbos. 1887 reiste er im Auftrag der Berliner Museen nach Mesopotamien, das damals zum Osmanischen Reich gehörte, und grub in Surghul (Sirara) und in el-Hiba (Lagasch). Neben einer Lehrtätigkeit in Görlitz nahm er an Kampagnen im troischen Neandria, im nordsyrischen Zincirli (Sam`al) sowie in Unteritalien und Sizilien teil. 1899 beauftragte die ein Jahr zuvor gegründete Deutsche Orient-Gesellschaft Koldewey die altorientalische Stadt Babylon auszugraben. Der Orient-Gesellschaft ging es dabei hauptsächlich um neue Funde von Keilschrifttafeln. Mit aussergewöhnlicher Tatkraft und Ausdauer gelang es dem Architekten, in 18jähriger Grabungstätigkeit das alte Babylon mit seine Palästen und Tempeln, der Prozessionsstrasse und dem Ischtar-Tor, den Stadtmauern und der Euphratbrücke wiedererstehen zu lassen. über 200 Helfer und sogar eine Feldbahn zum Abtransport des Schutts standen dem deutschen Team zur Verfügung. 1917 musste Koldewey beim Herannahen der britischen Truppen seine Arbeit einstellen. Am 4.2.1925 starb Koldewey nch schwerer Krankheit, ohne Babylon wiedergesehen zu haben. Koldewey hatte die von deutschen Archäologen in Olympia entwickelten Grabungstechniken verfeinert und Erkennungsmethoden für Mauerwerk aus luftgetrockneten Ziegeln geschaffen. Er gilt als Begründer der modernen archäologischen Bauforschung. 1926 wurde die Koldewey-Gesellschaft gegründet, eine Vereinigung zur Förderung der archäologischen Bauforschung.

Koninck, Jacob II
* um 1648 in Den Haag, + 16.7.1724 in Kopenhagen. Holländischer Maler, war möglicherweise Schüler von Adriaen van de Velde. Spättestens ab 1690 war er in Kopenhagen ansässig, wo er 1698 auch zum Hofmaler ernannt wurde. Koninck malte vor allem Landschaften und Bildnisse, darunter viele Prospekte von Festungen und Städten in Norwegen, das er im Auftrag des dänischen Königs mehrmals besucht hatt (Kristina, von Osten aus gesehen, 1699, Oslo, Nasjonalgalleriet).

Konj, Fedor Savelevic
Tätig in der 2. Hälfte des 16. Jh.. Russischer Baumeister, wurde als Festungsbaumeister bekannt. Seine Hauptleistungen waren 1555-93 der Bau der Türme und Mauern der "Weisse Stadt Moskau (abgetragen im 18. Jh.) und 1595-1602 die Errichtung der Befestigungsanlagen in Smolensk; weiter werden ihm die Festung Borusov (1599) und andere Monumentalanlagen zugeschrieben, die charakteristisch für die alte russische Stadt wurden und sich durch Klarheit und ausgewogene Konstruktion in Einklang mit dem vorhandene

Koppers, Gerhard
Maler, nachweisbar 1705-63 in Münster. Gerhard Koppers (oder Coppers) wird im Jahre 1705 in Münster urkundlich erwähnt, 1708 folgt die Aufnahme in die hiesige Malergilde "alldiweilen er ein guter contrafeiter ist". Seit 1732 hat Koppers namentlich mit Schlaun, Johann Conrad zusammengearbeitet, so etwa im Jagdschloss Clemenswerth bei Sögel. Er malte in einem von Piazzetta und den Niederländern beeinflussten Stilmythologische Szenen, Blumen-Stilleben und Porträts. Gerhard Koppers begründete eine klein

Korb, Hermann
(1656-1735). Begann als Zimmermann und wurde von Herzog Anton-Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel zum Architekten ernannt. 1691 besuchte er Italien, überwachte denn den Bau des Schlosses in Salzdahlum (1690-94), das Johann Balthasar Lauterbach entworfen htte. Dieses grosse Bauwerk nimmt in der Gestaltung Dientzenhofers (Dientzenhofer, Johann) (Weissenstein Pommersfelden) und Hildebrandts (Hildebrandt, Johann Lukas von) Oberes Belvedere in Wien vorweg. Es ist ein Fachwerkhaus, der Steinformen nachahmt (1813 abgerissen). Korb verwendete Holz auch für die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel (1706-10; 1887 abgebrochen), die auf Rat von Leibnitz als Zentralbau gestaltet wurde. Der ovale viergeschossige Innenraum erhielt Licht durch die Fenster in der Kuppel. Korbs einziges erhaltenes Bauwerk von Bedeutung ist die Trinitatiskirche in Wolfenbüttel (1705-19), deren beide Galerien einen okogonalen Zentralraum umfangen.

Kornhäusel, Josef Georg
* 1782 (?) in Wien, + 31.10.1860 in Wien. Österreichischer Architekt, neben Peter von Nobile und Joseph Hardtmuth bedeutendster Architekt in Wien zwischen Klassizismus und Biedermeier, Schüler von Johann Ferdinand von Hohenberg. Er errichtete Wohnhäuser und öffentliche Bauten in Wien, Baden bei Wien und Mähren (z.B. das Rathaus in Baden, 1815). Als fürstlich Liechtensteinischer Baudirektor (1812-18) war er für den Ausbau von Schloss Eisgrub zuständig und schuf die Reistenkolonnade bei Feldberg (1817-23). Bedeutend sind Bau und Innenausstattung von Schloss Weilburg Bez. Baden (1820-23) in klarer Gliederung und Zurückhaltung im Dekor.

Koronis
Tochter des Phlegyas, König der Lapithen. Sie war die Geliebte des Apoll, die von ihm ein Kind erwartet - den späteren Heilgott Asklepios (Askulap). Koronis erscheint meist leblos, getötet von der Hand des Apoll, während der Kentaur Chiron den kleinen Askepios (Äskulap) auf den Arm nimmt; gelegentlich ist er auch als Krähe abgebildet.

Kosakow, MatwejKazakow, Matwej Fjodorowitsch

Krahe, Peter Josef
* 8.4.1758 in Mannheim, + 7.10.1840 in Braunschweig. Deutscher Maler und Architekt des Klassizismus, war ab 1780 Professor für Malerei in Düsseldorf, widmete sich ab 1783 aber nur noch der Baukunst und wurde 1784 Oberbaudirektor der Herzogtümer Jülich, Cleve und Berg. Nach einem Italienaufenthalt trat er 1786 in Koblenz in die Dienste des Kurfürsten von Trier und wurde 1803 Oberbaudirektor in Hannover sowie Leiter des Bauwesens im Herzogtum Braunschweig. Krahe war ein angesehener Baumeister des Klassizismus, der in für die Zeit charakteristischer Weise seine strengen Bauten unter urbanistischen Weise seine strengen Bauten unter urbanistischen und landschaftlichen Aspekten konzipierte. Wichtig sind das Alte Theater in Koblenz (1786-87) und von den Braunschweiger Werken die Hollandsche Villa (1803-05) und das gemeinsam mit David Gilly errichtete Viewegsches Verlagshaus (1801-05). Durch Brand zerstört sind die Neuausstattung des Residenzschlosses Braunschweig I (1811) und mehrere Verwaltungsgebäude, während das von Krahe 1826 neu ausgestattete Hoftheater (alle in Braunschweig) abgerissen wurde.

Krebs, Conrad
(1492-1540). Erster Renaissancebaumeister in Sachsen. Ursprünglich war Krebs einfacher Steinmetz, dessen Zeichen sich an mehreren spätgotischen Gebäuden fand, so an der Stadtkirche in Dippoldiswalde (begonnen 1506), der Annakirche in Annaberg (1507-09), der Kirche von Crimmitschau (1513), den Fenstern der Schlosskirche zu Wittenberg und der Moritzkirche in Coburg (um 1522). Als Architekt arbeitete er 1532 in Schloss Hartenfels Torgau, wo er den Südflügel mit seinem eindrucksvollen, freistehenden Wendeltreppenhaus erbaute (das offensichtlich vom Schloss in Blois und dem ebenfalls sich von dort herleitenden Treppenhaus Johannes Binders im Johannesbau von Schloss Dessau I inspiriert war); auch ein Teil des Westflügels geht auf Krebs`s Entwürfe zurück, doch neigt man dazu, die Renaissanceelemente an diesem Bau Flötner zuzuschreiben. Krebs machte Entwürfe für einen Brunnen in Coburg (1534) und für das Zeughaus Gotha (1538); man schrieb ihm auch das offene Treppenhaus des Berliner Schlosses (Berlin I, 1537-40, zerstört) zu, doch ist bekannt, dass er sich 1537 nur fünf Wochen in Berlin aufhielt. Krebs hinterliess ein Modell für das Schloss Berlin II.

Kronos
(röm. Saturnius, Saturn). Sohn des Uranos und der Gaia; Vater von Demeter (Ceres), Hera (Juno), Hades (Pluto), Poseidon (Neptun), Zeus (Jupiter) und Hestia (Vesta). Titan, der seinen Vater uranos bezwingt; in Rom Gottheit des Ackerbaus, die später zur personifizierten Zeit wurde. In Rom fanden Ende Dezember die Saturnnalia statt; das Fest zu Ehren von Saturnus sah Feierlichkeiten in privaten Rahmen und den Austausch von Geschenken vor; ferner war es Brauch, dass die Herren die Sklaven bedienten. Die meistilustrierte Szene zeigt Kronos als alten, grauhaarigen Mann, der seine Kinder verschlingt. Als Gott der Zeit kann Kronos auch geflügelt dargestellt werden.

Krubsacius, Friedrich August
(1718-1789). Architekt und Architekturtheoretiker, Autor der Schrift "Kurze Untersuchung des Ursprungs der Vierzierungen, der Veränderung und das Wachstums derselben bis zu ihrem itzigen Verfalle", worin er für die Nachempfindung der Nautr im Bereich der Bauornamentik und gegen die Ausartung des Ornaments, dem "genre pittoresque", polemisierte. Krubsacius war ein Schüler von Longuelune, Zacharias, Knöffel, Johann Christoph und Schwarze. 1740 Kondukteur im Oberbauamt Dresden, 1755 Hofbaumeister, 1764 P

Krumpper, Hans
(ca. 1570-1635). Begann als Bildhauer bei Hubert Gerhard in München (1587); eine Italienreise brachte ihn nach Venedig und Florenz, wo er sich vielleicht einige Zeit bei Giovanni da Bologna (1529-1608) aufhielt. Nach seiner Rückkehr nach München heiratete er die Tochter von Sustris, Friedrich (1592) und wurde 1599 dessen Nachfolger als Privatarchitekt und Kunstintendant Wilhelms V., später Maximilians I. von Bayern. In dieser Eigenschaft war er am Bau der Münchner Residenz (München I) beteiligt: vermutlich hat er Pläne für die Vierflügelanlage um den Kaiserhof geliefert (erbaut um 1612-1618). Von seiner Hand stammen wohl die Stuckdekoration und der Altar der Hofkapelle; es ist nicht ausgeschlossen, dass er an allen Bauten, die Maximilian errichten liess, mitarbeitete. Als Architekt trat er besonders mit der Paulanerkirche in München hervor (1621-23, 1902 abgerissen). Der neue Turm der ehemaligen Stiftskirche Polling (1604-11, Bau eingestellt) wurde bis auf den achteckigen Abschluss von ihm entworfen. 1612 lieferte er vermutlich Entwürfe für den Neubau der Jesuitenkirche in Köln und beteiligte sich 1621-24 an den Plänen für den Umbau des Domes von Freising. Keines dieser Produkte wurde ausgeführt; wohl aber seine Entwürfe für Altäre in Freising, im Stil der späteren Renaissance.

Kubicki, Jakob
* 1758 in Warschau, + 1833 in Wilków bei Warschau; polnischer Architekt, war zunächst u.a. als Gehilfe von Merlini, Domenico tätig und entwickelte sich unter der Protektion König Stanislaus Augusts zu einem eigenständigen Vertreter des Klassizismus. Nach Anfängen als Festinszenator schuf er in Warschau zahlreiche Bauten für den König (Schlossterrasse und Schlossplatz, Schlagbaumpavillons) sowie das Lustschloss Belvedere Warschau. Die von ihm entworfenen Herrenhöfe zeigen die für Polen typischen Säulenvorhallen. 1806 wurde Kubicki Regierungsbaumeister, 1818 Generalintendant der Kronbauten.

Küchel, Johann Jakob Michael
* 19.8.1703 in Bamberg, + 2.6.1769 in Bamberg; deutscher Architekt des Barock, ausgebildet unter dem Einfluss von Welsch, Maximilian von und Thomans, Johann Valentin, war seit 1735 unter Balthasar Neumann in Bamberg tätig und seit 1745 Baudirektor der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. Der vom Licht bestimmte, heitere und feierliche Charakter des von Küchel vollendeten Baus geht mehr auf ihn zurück als auf Neumanns Entwurf; auch der ganz in Rokoko-Ornament aufgelöste Gnadenaltar ist von Küchel entworfen. Ab 1745 Hofingenieur, errichtete er 1749 sein Bamberger Hauptwerk, das Rathaus auf der Regnitzinsel. Dazu kamen reichdekorierte Adelpalais und geistliche Palais und Kirchen sowie Restaurierungsarbeiten an mittelalterlichen Bauten (u.a. Bamberger Dom, 1766 bis 1772).

Kuen, Franz Martin
* 8.11.1719 in Weissenhorn bei Ulm, 30.1.1771 in Weissenhorn (?); deutscher Freskomaler des Rokoko, erhielt seine Ausbildung 1737-40 an der Akademie in Augsburg durch Johann Georg Bergmüller. Prägend auf seinen Stil wirkte ausserdem ein Italien-Aufenthalt (Rom und Venedig) 1745-47. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die Fresken in der Bibliothek in Wiblingen bie Ulm (1744), in der Schlosskapelle in Illertissen (1751), in Scheuring und Heinrichshofen (1753) sowie die Ausstattung der Kirche des ehemaligen Prämonstratenserklosters Roggenburg (1754-64), für die er auch sieben Altarbilder schuf. Seine Fresken sind frei von Akademismen, lehnen sich aber oft eng an italienische Vorbilder (Tiepolo, Giovanni Battista; Veronese, Paolo) an. Kuen bevorzugte einen Aufbau ohne Scheinarchitekturen; meist sind die Szenen auf einem umlaufenden Bodenstreifen - versehen mit verschiedenen natürlichen und architektonischen Versatzstücken - aufgereiht. Die Farbgebung zeigt durchweg differenzierte Abstufungenfvon Rottönen, Brauntönen und Ockertönen in lichte transparente Bereiche.

Kune, KasparCuneo, Gaspare

Kybele
Kleinasiatische Muttergottheit und Mysteriengöttin, auch Mater Magna genannt.