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9 Person(en) gefunden.

Nagel, Franz Christoph
Architekt, geb. 1699 in Rietberg, gest. 1764 vermutlich in Paderborn. Franz Christoph Nagel absolvierte seine Schulzeit bis 1715 fast gleichzeitig mit Schlaun, Johann Conrad am Paderborner Theodorianum. Wo er zum Architekt ausgebildet wurde, ist nicht bekannt, die künstlerischen Einflüsse deuten ebenso auf Frankreich wie auf Österreich und Süddeutschland. nach 1725 ist Nagel in Paderborn tätig. Das Oeuvre des bedeutendsten Architekten im Paderborner Raum ist durch teilweise sehr elegante Kirchenbauten gekennzeichnet. Wichtiges Werk: Neuhaus Paderborn.

Narziss
Nach Ovid Sohn des Flussgottes Kephissos und der Leiriope. Narziss wird vielfach in der Verzehrung nach dem eigenen Spiegelbild dargestellt, das er auf einer Wasserfläche erblickt. Nem dem Jüngling ist die gleichnamige Blume zu sehen.

Nash, John
(1752-1835). Londons einziger, wirklich schöpferischer Städteplaner, der grösste Architekt des pittoresken Stils (Pittoreske). Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen Soane, Sir John war er selbstbewusst und anpassungsfähig, erfolgreich in der Gesellschaft und konservativ in seinen Entwürfen. Details behandelte er oberflächlich und nachlässig, erreichtet jedoch mühelos meisterhafte Wirkungen. Im lag, wieder im Gegensatz zu Soane, Sir John, mehr an der Gestaltung des Aussenbaus als der Interieurs. Nash war der Sohn eines Mühlenbauers in Lambeth, wurde von Taylor, Sir Robert ausgebildet, machte sich aber schon früh selbständig und baute um 1780 Häuser mit Stuckfassaden, damals eine Neuheit in London. 1783 musste er seinen Bankrott erklären, zog sich nach Wales zurück und entdeckte den Gartenarchitekten Repton, Humphry. Gemeinsam bauten sie vornehme Landhäuser. Nashs Ideenreichtum war sehr gross, er arbeitete in jedem nur möglichen Stil (Rockingham Castle, 1810), italienischer Landhausstil (Cronkhill, ca. 1802), im Stil gotischer Burgen (Ravensworth Castle, 1808; Caerhays Castle, 1808); er liess sich sogar von indischen und chinesischen Details anregen (Royal Pavilion, Brighton, 1815), errichtete Landhäuser mit Strohdächern (Blaise Hamlet, 1811). Sein "Maskenball" der Stile, die Asymmetrie der Grundrisse und Silhouetten seiner Entwürfe vertreten auf vollkommene Weise den malerischen Stil in der Baukunst. Diese malerische Verbindung von freier Gestaltung und stilistischer Gebundenheit kennzeichnet vor allem sein grossartigstes Werk, die Anlagen von Regent`s Park und Regent Street in London (beg. 1811), eine phantasievolle Komposition, die den Gedanken der Gartenstadt vorwegnimmt. Obwohl Nash bei Baubeginn schon 60 Jahre war, besass er noch den Enthusiasmus und das Organisationstalent, dieses Projekt zu verwirklichen. Der Park, in dem verstreut Villen liegen, wird von langen Häuserreihen und von einem Halbkreis palastartiger Privathäuser (Vrescent) mit grossartigen Stuckfassaden umgeben. Nash schuf auch Reihen von Landhäusern und Schein-Dörfern mit Villen im italienischen Stil und solchen mit Windbrettern. Von seinen Fassaden an der Regent Street ist nur noch der Blickfang, All Souls, Langham Place (1822-25), erhalten. Während der 1820er Jahre plante Nash auch den Trafalgar Square, die Suffolk Street und den Suffolk Place, errichtete das Clarence House und die Carlton House Terrace und begann mit dem Bau des Buckingham Palace, alle in London. Als die Populariät seines Autraggebers Georg IV. ins Wanken geriet, war auch Nashs Stellung erschüttert. Er wurde unreeller Geschäfte verdächtigt und seine Laufbahn fand mit dem Tod des Königs 1830 ein jähes Ende. Nash wurde als Architekt des Buckingham Palace (von Edward Blore vollendet) und auch als einer der Generalinspektoren der Baubehörde - ein Amt, das er seit 1813 innegehabt hatten - entlassen. Sein Ruf litt mehr als 50 Jahre unter dieser Affäre.

Nering, Johann Arnold
(1659-95). Preussischer Architekt, der trotz seines frühen Todes die Grundlagen für die architektonische Entwicklung Berlins im 18. Jh. schuf. Nach seiner Ausbildung als Festungsbaumeister wurde er nach Italien gesandt, 1680 zum Oberingenieur und später zum Oberbaudirektor ernannt. Er war vor allem Städtebauer, errichtete in Berlin das Leipziger Tor (1683), die Ladenarkaden auf dem Mühlendamm und den Vorort Friedrichstadt (beg. 1688) mit 300 zweistöckigen Häusern, die alle in militärischer Ordnung ausgerichtet waren. Er erweiterte die Burgkirche in Königsberg nach dem Vorbild der Nieuwe Kerk in Den Haag (vor 1687), gab dem Schloss Oranienburg sein gegenwärtiges Aussehen (1689-95), begann in Berlin den Bau des Schlosses Charlottenburg II, des Zeughauses (Zeughaus Berlin, 1695, vollendet durch Schlüter, Andreas und Bodt, Jean de) und der reformierten Parochialkirche, die er über einem vierpassförmigen Grundriss errichtete (alle in Berlin). Nerings Stil ist von den holländischen Vertretern des Neupalladianismus (Palladianismus) beeinflusst.

Nette, Johann Friedrich
(* 1673 Bernau † 9.12.1714 Nancy), Architekt und Ingenieuroffizier in den Diensten des Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg. Nette wurde als Sohn eines u.a. in Brandenburg und Sachsen tätigen Orgelbauers in Bernau nahe Berlin geboren und verbrachte seine Schul- und Studienjahre in Dresden und in Wittenberg. Sein Werdegang als Architekt ist leider bisher nicht bekannt, da das dafür wohl entscheidende Lebensjahrzehnt 1695 bis 1705 noch ganz im Dunkeln liegt. Es ist sehr gut möglich, dass Nette in Berlin zur Zeit des Schlossbaues (Berlin I) unter Schlüter, Andreas prägende Eindrücke empfing. Als Nachfolger des Oberbaudirektors Ph. J. Jentsch (1671-1736) übernahm Nette die Bauleitung des Schlosses Ludwigsburg Krs.Ludwigsburg (1709 wurde er auch zum Bauinspektor des Stuttgarter Bauamtes befördert.). Nach seinen Plänen wurde, unter Beibehaltung des Grundrisses von Jentsch, das 1. und 2. Obergeschoss des alten Corps de Logis und die daran anschliessenden Flügelbauten errichtet. Aus dem Jahr 1709 sind Pläne für eine Gesamtbebauung der Stadt Ludwigsburg überliefert. Für das ehemalige Stuttgarter Lusthaus (Neues Lusthaus, heute Ruine) lieferte Nette Dekorationsentwürfe. Während seiner knapp zehn Jahre währenden Tätigkeit für Ludwigsburg lieferte Nette dem Herzog auch Entwürfe für Marstall Stuttgart und Küchengarten in Stuttgart (beide unausgeführt), für den Prinzenbau in Stuttgart und für das Palais in Bad Teinach.

Neumann, Johann Balthasar
(1687-1753). Bedeutender deutscher Architekt des Rokoko, ein Meister eleganter und sich kunstvoll durchdringender Raumkompositionen, die zugleich erdgebunden sinnenhaft und intellektuell differenziert, feierlich und verspielt sein können. Neumanns Kirchen und Schlossbauten spiegeln die Lebens- und Glaubenshaltung der Mitte des 18. Jh.s wider. Obwohl seine Bauten bei oberflächlicher Betrachtung alles andere als mathematisch trocken konstruuiert erscheinen, sind nur wenige Werke der Architektur sorgfältiger durchdacht worden. Geboren in Eger in Böhmen als Sohn eines Tuchhändlers, erlernte Neumann zunächst das Stückgiessergewerbe, trat in die bischöflich-fränkische Artillerie ein und wurde vom Fürstbischof bald als Baumeister beschäftigt, dann zum Hofarchitekten ernannt. Studienreisen nach Paris und Wien (1717-18); bald nach seiner Rückkehr Baubeginn der neuen fürstbischöflichen Residenz in Würzburg I, die ihn bis zu seinem Tod in Anspruch nahm. Für seine Entwürfe holte er sich Rat bei Hildebrandt, Johann Lukas von in Wien und bei Cotte, Robert de und Boffrand, Gabriel Germain in Paris, ausserdem Mitarbeit von Welsch, Maximilian von. Der Einfluss Hildebrandts (Hildebrandt, Johann Lukas von) auf den Bau ist deutlich zu erkennen (Bauzeit 60 Jahre unter der Regierung von 5 Bischöfen, Rohbau ca.1744 fertiggestellt). Von künstlerischer Vollendung sind die Hofkirche (1732-41, Anregungen für die Dekoration von Hildebrandt, Johann Lukas von) und das grossartige, zum Kaisersaal führende, zweiläufige Treppenhaus (1735 entworfen, Deckenfresko von Tiepolo 1752-53), das Neumanns kunstvollem Treppenhaus in Bruchsal II (1731-32, im Zweiten Weltkrieg zerstört, wiederaufgebaut) nur um weniges nachsteht. 1743-48 entstand das imposante Treppenhaus in Schloss Brühl (Augustusburg Brühl) bei Köln. Diese glanzvollen Treppenanlagen sind Meisterwerke in der technischen Erfindung und gleichzeitig heiter gelöste Raumkompositionen. Beim Bau des Schlosses Werneck II in Unterfranken (Planung ab 1733, 1744 fast vollendet) arbeitete Neumann wiederum mit Hildebrandt, Johann Lukas von zusammen. Dieses Mal zeigen jedoch alle Teile des Baus ausgeprägt Neumanns persönlichen Stil. Keineswegs Beschränkung auf den Schlossbau, u.a. Beschäftigung mit Stadtplanung und Konzeption ganzer Strassenfluchten, z.B. Theatinerstr. in Würzburg. Sein eigenes Haus in der Kapuzinergasse Nr. 7 in Würzburg beweist seine Fähigkeit, auch in kleinerem Massstab zu arbeiten. Neumann war ebenso als Kirchenbaumeister tätig. Er errichtete die Pfarrkirche in Wiesentheid (1727-32), die Pfarr- und Wallfahrtskirche in Gössweinstein (1730-39), die St. Paulinkirche in Trier (beg. 1734), die Kirche von Heusenstamm bei Offenbach (1739-40), die Kreuzkapelle in Etwashausen (1741) und erweiterte St. Peter in Bruchsal (1738) sowie die Dominikanerkirche in Würzburg (1741). 1743 begann er mit dem Bau seines Meisterwerkes, der grossartigen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, deren Grundmauern aber von dem Baumeister Gottfried Heinrich Krohne eigenmächtig verändert wurden. Neumanns Aufgabe bestand nun darin, seine eigenen Vorstellungen dem etwas unglücklichen Grundriss anzupassen; dieses Problem spornte seine schöpferische Phantasie an. Er arbeitete eine überaus komplizierten Plan aus, der auf der Anordnung unterschiedlich grosser Ovale, die das Bauwerk sowohl in der Gewölbezone als auch im Grundriss bestimmen, beruht. Die irrationale, überirdische Raumwirkung wird noch durch die überschwängliche, sprühende Rokokodekoration gesteigert. Nirgends kam die tänzerische Bewegtheit der Rokokoarchitektur besser zum Ausdruck als in dieser Kirche. Der zentral gelegene Altar, die Kanzel und grosse Teile der Stukkaturen wurden erst nach Neumanns Tod vollendet. In der grösseren Abteikirche von Neresheim (beg. 1745) hatten Neumann freiere Hand; obwohl er auch diesen Bau über ovalen Grundrissformen errichtete, ist sein Plan wesentlich einfacher. Durch die überaus schlanken, freistehenden Säulen, die die grosse Mittelkuppel tragen, erreichte er einen Eindruck völliger Schwerelosigkeit. Kleiner ist sein letztes bedeutendes Werk, die Wallfahrtskirche Maria Limbach (1751-55) bei Hassfurt (Unterfranken). Hier ist der Aussenbau ebenso kunstvoll gegliedert und gestaltet wie der Innenraum, was man sonst bei Neumann selten findet.

Niehaus, Josef Anton
Niederrheinischer Architekt. Er errichtete nach dem Brand von 1836 Schloss Mickeln als Sommerresidenz für Ludwig Herzog von Arenberg neu. Als Vorlage dienten vor allem Villen nach Stichen des italienischen Architekten Alessi, Galeazzo aus dem 16. Jahrhundert.

Niobe
Tochter des Tantalus, Gemahlin des Königs Amphion von Theben. Niobe hatte Leto (Latona) verhöhnt und wurde dafür von Artemis (Diana) und Apoll bestraft. Niobe wird, oft von Pein geplagt, die Hände gen Himmel gestreckt, dargestellt, während Apoll und Artemis (Diana) ihre Kinder töten.

Nordmand, PederAndersen. Peder