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11 Person(en) gefunden.

Obbergen, Antoni von
(gest. 1611). Holländischer Architekt, der in Dänemark und Danzig, wo er den Manierismus von Vries bekanntmachte, arbeitete. 1586 wurde er in Danzig Stadtbaumeister. Seine Hauptwerke sind Schloss Kronborg am Sund (1574-85, in Zusammenarbeit mit Hans von Paescher, tätig um 1580), in Danzig das Rathaus in der Altstadt (1587-89) und das Zeughaus Danzig (1600-05).

Ödipus
Sohn des Königs Laios von Theben und der Jokaste. Eine der bekanntesten Gestalten der griechischen Mythologie, berühmt dafür, dass er seinen Vater tötete, das Rätsel der Sphinx löste und seine Mutter heiratete. Ödipus ist durch keine spezifischen ikonographischen Attribute gekennzeichnet. Für gewöhnlich ist er entweder vor der Sphinx oder zusammen mit seiner Tochter Antigone abgebildet.

Odysseus
(röm. Ulixes). Sohn des Laertes und der Antikleia; Gemahl der Penelope und Vater des Telemachos. Held aus der griechischen Mythologie; eine der führenden Gestalten des Trojanischen Krieges, König von Ithaka. Die Darstellungen wurden von der Odyssee inspiriert. In der Renaissance wurden die Abenteuer des Odysseus oft in Freskenzyklen erzählt, die bis heute manches Herrenhaus schmücken.

Oelde, Ambrosius von
Architekt, geb. um 1637 vermutlich in Oelde, gest. 1705 in Werne. Ambrosus war seit 1657 Mitglied des Kapuzinerordens, wie der Namenszusatz besagt. Seit 1660 wurde er als Mitglied des Paderborner Kapuzinerkonvents genannt, im Jahre 1669 nennt ihn die Chronik des Kapuzinerklosters Hildesheim, 1675 ist er wieder in Paderborn. 1690 in Münster, später in Coesfeld wurde Ambrosiuszeit seines Lebens den verschiedenen Konventen zugewiesen, um die am jeweiligen Ort anfallenden Um- und Neubauten des eigenen Ordens, der Landesherrn und das Adels durchzuführen; insofern ist der Kapuzinerbruder Ambrosius von Oelde vergleichbar mit dem Architekten und Jesuitenbruder Anton Hülse. Ambrosius verband vor allem in seinen Schlossbauten flämische Dekorationsformen mit den Prinzipien der französischen Schlossbaukunst. Viele der von Ambrosius, neben Pictorius d.Ä., Peter dem wichtigsten westfälischen Architekt des Frühbarock, im späten 17. Jh. erbauten Schlösser und Kirchen wurden im 18. Jh. von Schlaun, Johann Conrad umgebaut und modernisiert. Wichtigste Werke: Wasserschloss Ahaus II, Wasserschloss Herdringen Arnsberg, Schloss Geseke-Eringerfeld, Adolfsburg Oberhundem in Kirchhundem.

Olymp
Berg in Thessalien, Sitz der Götter: Zeus (Jupiter), Hera (Juno), Ares (Mars), Hermes (Merkur), Athene (Minerva), Aphrodite (Venus), Artemis (Diana), Apoll, Demeter (Ceres), Poseidon (Neptun), Hephaistos (Vulkan), Hestia (Vesta). Der Olymp ist über einer dichten Wolkendecke im Himmel angesiedelt; dort hat Zeus (Jupiter), der König der Götter, den Vorsitz über die göttliche Zusammenkunft.

Omodeo, Amadei degliAmadeo, Giovanni Antonio

Oppenheim, Max Freiherr von
Am 15.7.1860 in Köln geboren. Seit 1892 führten ihn ausgedehnte Reisen durch Vorderasien, Nord- und Ostafrika bis zum Tschadsee. Auf diesen Reisen erforschte er vor allem das Leben der Beduinen. 1899 entdeckte er in Nordostsyrien den Tell Halaf (Tell Halaf I, Tell Halaf II). 1911-13 leitete er die Ausgrabungen auf dem Siedlungshügel und fand den Palast eines aramäischen Kleinkönigs aus dem 9. Jh. v. Chr. mit reichem Skulpturenschmuck (reliefierte Orthostaten). 1927 und 1929 setzte Oppenheim seine Grabungen fort und stiess auf eine typische Keramik, die einer mesopotamischen Kulturepoche den Namen gab. Diese Tell-Halaf-Kultur folgte im 5. Jt. die sog. Samarra-Kultur (6. Jt.) und wurde im 4. Jt. von der Ubaid-Kultur abgelöst. Oppenheim begründete in Berlin das Tell-Halaf-Museum, das 1943 einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Die Ausgrabungsstücke aus Tell Halaf sind heute über mehrere Museen verteilt, in Berlin, in Paris und in London. Oppenheim starb am 15.11.1946 in Schloss Ast bei Landshut.

Orbay, Francois d`
(1634-97). Französischer Architekt. Von ihm stammt die lange und hohe Kolonnade des Louvre-Palais in Paris.

Orpheus
Sohn des Flussgottes Oiagross und der Muse Kalliope. Sagenhafter Dichter und Sänger. Die Insel Lesbos, wo Haupt und Lippen des Poeten angespült wurden, galt als Reich der lyrischen Dichtung; um Orpheus und seinen Abstieg in die Unterwelt entwickelte sich die Geheimlehre der Orphiker. Orpheus ist als lorbeerbekrönter Jüngling portätiert, der im Kreis zahlreicher Tiere die Kithara oder ein anderes Saiteninstrument spielt.

Ottmer, Carl Theodor
(1800-43). Geboren in Braunschweig, Schüler von Schinkel, Karl Friedrich in Berlin; erbaute nach dessen Plänen (1825-27) die Berliner Singakademie, Architekt des Schlosses Braunschweig I (1831-38) und des Bahnhofes (1843-44) in Braunschweig. Ottmer arbeitete in einem Stil, in dem sich Klassizismus und Elemente der Neurenaissance zu einer Einheit verbinden.

Oudry, Jean-Baptiste
(1686-1755). Möglicherweise für die Tafeln in Compiegne-Chateau II zuständig.