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67 Person(en) gefunden.

Pace, Domenico di, gen. Meccarino oder Mecuccio)Beccafumi, Domenico

Paine, James
(ca. 1716-89). Geboren in London, wo er auch lebte, arbeitete aber als Landhaus-Architekt hauptsächlich in Mittel- und Nordengland. Er baute konservativ und führte die Tradition von Burlington, Richard Boyle und Kent, William weiter. Man sagte von ihm und Taylor, Sir Robert, sie hätten um die Mitte des 18. Jh.s "fast sämtliche Aufträge untereinander aufgeteilt". Paine´s Häuser sind praktisch angelegt und sehr gut gebaut. Von aussen wirken sie konventionell, während die Innenräume mit hervorragenden St

Palladio, Andrea
(1508-80). Sehr einflussreicher, bedeutender italienischer Architekt (Palladianismus), ein gewandter, wohlerzogener und gescheiter Mann, der verschiedenen Renaissance-Ideen feste Gestalt gab; so brachte er besonders die römische, symetrische Gestaltungsweise und die Harmonischen Proportionen (Harmonie der Proportionen) zur Geltung. Palladio, der sich gründlich in der Baukunst des antiken Rom auskannte, wollte den Glanz der Antike wiedererwecken, doch blieb er auch nicht unbeeinflusst von seinen unmittelbaren Vorgängern, besonders von Bramante, Michelangelo, Raffael, Romano, Giulio, Sanmicheli, Michele und Sansovino, Jacopo, und bis zu einem gewissen Grad auch von der byzantinischen Architektur Venedigs. In seinen Werken ist der Manierismus spürbar, weshalb die Architekten und Theoretiker des Klassizismus seinen Stil als „unrein“ empfanden. Palladio wurde als Sohn des Piero della Gondola in Padua geboren, begann als Steinmetz und wurde 1524 in die Maurerzunft und Steinmetzzunft von Vicenza aufgenommen. Um 1536 nahm sich der Dichter, Philosoph, Mathematiker und Amateurarchitekt Giangiorgio Trissino seiner an, ermutigte ihn, Mathematik, Musik und lateinische Literatur, besonders aber Vitruvius zu studieren, und gab ihm seinen Zunamen Palladio (in Anspielung auf die Göttin der Weisheit und auf eine Figur in einem langen epischen Gedicht, das er damals gerade schrieb). Trissino nahm ihn 1545 mit nach Rom, wo Palladio sich zwei Jahre lang intensiv mit den antiken Ruinen beschäftigte. Kurz nach seiner Rückkehr nach Vicenza gewann Palladio einen Wettbewerb für die Umgestaltung des in der Frührenaissance errichteten Palazzo della Ragione, der sogen. „Basilica“(Ragione-Palazzo Vicenza); 1549 wurden die Arbeiten aufgenommen. Er umgab dieses Bauwerk in beiden Geschossen mit Arkadenreihen und verwendete dabei ein Motiv, das seitdem Paladio-Motiv genannt wird, obwohl es auf Serlio, Sebastiano zurückgeht. Die Säulen dieser Arkadenreihen verleihen der wuchtigen Masse des alten Bauwerks eine durchaus römische Grossartigkeit und zugleich die leichte Eleganz, die für Palladios ganzes Werk bezeichnend ist. Dieser Bau machte ihn berühmt und von 1550 an wurde er mit Aufträgen für Paläste, Villen und Kirchen förmlich überschüttet. Der Palazzo Porto (Porto-Palazzo) (begon. ca. 1550) war wahrscheinlich der erste seiner Vicentiner Paläste. Der symmetrische Grundriss geht auf das antike Rom zurück, die Fassade auf Raffael und Bramante, ist aber reich und plastisch ornamentiert. Dann folgte der einfallsreiche Chiericati-Palazzo (erst im späten 17. Jh. vollendet), der nicht in einer engen Strasse, sondern an einem weiten Platz liegt. Palladio stellte ihn sich als Flankenbau eines römischen Forums vor und gab ihm eine doppelgeschossige Fassade mit Arkaden von einer luftigen Eleganz, wie das 16. Jh. sie noch nicht kannte. Im Thiene-Palazzo (begon. ca. 1550, blieb unvollendet) gruppierte er ähnlich wie in römischen Thermen rechteckige Räume mit einem langen Saal mit apsidialen Abschlüssen, und mit kleinen achteckigen Räumen. Für das Kloster der Carita in Venedig (Pläne von 1561, nur teilweise ausgeführt) entwarf er ein Bauwerk, das er und seine Zeitgenossen für die genaue Nachbildung eines altrömischen Hauses hielten. Es erhielt auch eine freitragende Wendeltreppe, die erste ihrer Art. Während Palladio in seiner Grundrissgestaltung der Antike immer näher zu kommen suchte, löste er sich in den Fassaden von der klassischen Tradition und wandte sich dem Manierismus zu, wohl das Ergebnis seines Romaufenthaltes von 1554. So erweckt die Fassade des Palazzo Thiene den Eindruck wuchtiger Kraft, der durch die Rustizierung der ganzen Wandfläche noch betont wird. Die rustizierten ionischen Säulen zu beiden Seiten der Fenster treten kaum aus dem wuchtigen Bossenwerk hervor, aber die schweren Eckquader und Wölbsteine bilden einen Kontrast zu den glatten korinthischen Pilastern. Der Palazzo Valmarana (Valmarana D. Nani-Villa) in Vicenza (beg. 1566) zeigt noch augenfälliger manieristische Stilmerkmale. Aber nur in der Loggia del Capitano">Loggia del Capitano (1571) verwendete Palladio die Säulenordnungen willkürlich. Die Loggia ist sein weitaus üppigster Bau mit ihrem alle Wandteile füllenden Reliefschmuck. Sein letztes Bauwerk in Vincenza war das Theatro Olimpico (begon. 1580, von Scamozzi, Vincenzo vollendet), eine kunstvolle Rekonstruktion eines römischen Theaters. Seine Villen zeigen eine andere Entwicklung. Um 1550 schuf er den Grundtyp für eine ideale Villa: Ein vollkommen symmetrischer Kernbau, den ein Portikus auszeichnet, mit anschliessenden Flügeln für die Wirtschaftsgebäude, manchmal gerade angeordnet oder, wie in Badoera, La (ca. 1550-60), viertelkreisförmig nach vorne schwingend und so die Villa mit der Landschaft verbindend. Zu diesem Thema erfand er zahlreiche Variationen, angefangen bei La Rotonda (Rotunda-Villa, begon. ca. 1550), wo den 4 Fronten jeweils ein 6säuliger Portikus vorgelagert ist, über die Einfachheit von La Malcontenta (Foscari-Villa, 1560) und Fanzolo (ca. 1560-65), die auf jede Fensterrahmung verzichten und einzig der Hauptfassade einen Portikus als Schmuck zubilligen, bis hin zur kahlen Strenge von Poiana, wo die Säulen durch blosse Schäfte abgelöst werden. Die Übertragung des Portikus auf Wohnbauten war neuartig (Palladio vermutete zu Unrecht, dass er schon an römischen Wohnbauten vorkam). Er verwendete ihn gelegentlich freistehend, meist aber mauerverbunden, und in Quinto (ca. 1550) und Maser (ca. 1560) gestaltete er die Fassade des ganzen Mittelbaues als Tempelfront. Das Verhältnis des Portikus zum übrigen Bau und die Masse der Räume im Innern wurden durch Regeln der Harmonischen Proportion bestimmt. Tempelfronten und Harmonische Proportion spielen auch bei seinen Kirchen (alle in Venedig) eine grosse Rolle. Er erbaute die Fassade von S. Francesco della Vigna (1562) und die Kirchen S. Giorgio Maggiore (begon. 1566) und Il Redentore (begon. 1576). Im Innern scheinen beide Kirchen einfache Basiliken zu sein, nähert man sich aber dem Hochaltar, so öffnet sich der Raum; die abgerundeten Querschiffarme und die Kuppel über dem Beschauer geben ein Gefühl von Weite und Erhabenheit. In beiden Kirchen wird der Chor vom übrigen Kirchenraum durch Arkaden abgetrennt; so wird der kühlen, klassischen Logik des Grundrisses etwas von der geheimnisvollen Atmosphäre byzantinischer Kirchen mitgegeben. Palladio veröffentlichte 1554 „Le antichita di Roma“, ein Buch, das 200 Jahre der Romführer der Gebildeten bleib, und „Descrizione delle chiese… di Roma“, er illustrierte 1556 Barbaros „Vitruvius“ und gab 1570 seine „Quattro libri dell` architettura“ heraus, in denen er seine Theorie darlegte, seine Leistungen sprechen liess und seine Werke vorstellte (seine Zeichungen von den römischen Thermen wurden erst 1730 von Lord Burlington, Richard Boyle veröffentlicht). Palladio war der erste grosse Berufsarchitekt. Anders als seine bedeutenden Zeitgenossen Michelangelo und Romano, Giulio war er nur Architekt und hat sich auf keinem anderen Gebiet der Kunst betätigt. Obwohl er ein grosses archäologisches Wissen besass und von komplizierten Proportionsproblemen fasziniert war, sind seine Bauten überraschenderweise weder pompös noch pedantisch. Die Regeln, die er aus dem Studium der antiken Baukunst entwickelte und die er in seinen eigenen Werken häufig genug ausser acht liess, sollten in der Folgezeit vielfach fast blindlings als klassischer Kanon befolgt werden.

Pallas AtheneAthene

Pan
(röm. Faunus). Sohn des Hermes (Merkur) und einer Nymphe. Bocksfüssiger, gehörnter Schutzgott der Hirten, der Herden und des Kleinviehs sowie der Wälder. Halb Mensch, halb Ziegenbock, wird Pan mit spitzen Ohren und Bocksbeinen dargestellt. Ein Attribut des Gottes ist die Styrinx, ein Musikinstrument der Antike, das aus mehreren Schilfrohren unterschiedlicher Länge besteht.

Pandora
Geschöpf des Hesphaistos (Vulkan) und der Aphrodite (Venus). Die erste Frau, die zur Bestrafung der Menschen auf die Erde gesandt wurde. Im Allgemeinen als junge Frau von seltener Schöheit beim Öffnen eines Gefässes porträtiert, das alle von den Göttern gesandten Übel der Menschheit enthält.

Paris
Homer nennt ihn vorzugsweise Alexandros (Verteidiger der Menschen). Sohn des Königs Priamos von Troja und seiner Gemahlin Hekabe; Bruder Hektors. Protagonist des berühmten Urteils in der Geschichte um den "Zankapfel"; verantwortlich für den Raub der Helena. Paris ist durch keine besonderen Attribute gekennzeichnet. Meist wurd er in der Urteilsszene mit dem goldenen Apfel in der Hand gezeigt und steht vor den drei Göttinnen Aphrodite (Venus), Hera (Juno) und Athene (Minerva); zuweilen erscheint

Parma, Giovanni Marco daCinico

Paronuzzi
Venezianischer Baumeister. Besserte im 18. Jh. die Burg Trsat II in Rijeka in Kroatien auf Geheiss des aus Irland stammenden Grafen Laval Nugent, Marschall und Militärbefehlshaber des Österreichischen Küstenlandes, aus.

ParzenMoiren

Pausanias
(gen. "der Periheget"). Griechischer Reiseschriftsteller des 2. Jh. n. Chr., wahrscheinlich stammte er aus Kleinasien. Über seine Person ist nicht viel bekannt. Pausanias verfasste in den 70er Jahren des 2. Jh. n. Chr. einen Reisebericht über Griechenland in zehn Büchern (Periegesis tes Hellados): Buch I Attika, Korinth, III Argos und Lakonien, IV Messenien, V und VI Elis mit Olympia, VII Achaia, VIII Arkadien, IX Boiotien, X Phokis. Neben der Orts- und Denkmälerbeschreibung beinhaltet sein Werk auch Exku

Pearson, John Loughborough
(1817-97). Schüler von Ignatius Bonomi, Salvin, Anthony und Hardwick. Arbeitete unter Hardwick am Saalbau von Lincoln`s Inn in London, wo man in den schön ausgeführten Details seine Handschrift erkennen kann. Eröffnete 1843 ein eigenes Architekturbüro und erhielt bald Aufträge für kleinere Kirchen. St. Peter in Kennington Lane und Lambeth in London (1863-65) ist sein erster bedeutender neugotischer Sakralbau; Pearson, John Loughborough wölbte den ganzen Bau ein und verwendete Sandstein für die Rippen und Backstein für die Kappen des Gewölbes. Er entwarf auch mehrere Landsitze, z.B. Quar Wood in Gloucestershire (1857) im neugotischen Stil und Westwood in Sydenham bei London (1881) im Stil der französischen Renaissance, aber eigentlich war und blieb sein bevorzugtes Gebiet der Kirchenbau, sein Stil die Neugotik. Seine besten, zwischen 1870 und 1890 entstandenen Kirchen errichtete er nach französischen Vorbildern des 13. Jh.s unter sparsamer Verwendung dekorativer Details; die Raumkomposition ist ganz eigenständig. Beispiele sind St. Augustine, Kilburn Park in London (1870-80); St. Michael in Croydon (1871); St. John, Red Lion Square in London (1874, zerstört); die Kathedrale von Truro (1879-1910), St. Johns in Upper Norwood in Surrey (1880-81); Cullercoats in Northumberland (1884). Pearson war ausserdem Bauinspektor der Westminster Abbey.

Pedetti, Maurizio
* 1719 in Casasco d`Intelvi (Provinz Como), + 1799 in Eichstätt. Ab 1750 letzter Baudirektor am fürstbischöflichen Hof. Schöpfer der Pläne für das neue Treppenhaus und den Spiegelsaal (1767/68), für die Brunnenanlage mit der Mariensäule auf dem Residenzplatz, für den Hofgarten u.a (Eichstätt II). Ein Grossteil weiterer Entwürfe gelangte nicht mehr zur Ausführung.

Pegasus
Gilt allgemein als Sohn des Poseidon (Neptun) und der Medusa. Steht Perseus und Bellerophon bei der Bezwingung von Ungeheuern bei. Das berühmte Flügelross Pegasus wird mit Perseus bei der Befreiung Andromedas oder mit Bellerophon bei der Tötung der Chimäre, gelegentlich auch mit Eos (Aurora) abgebildet.

Penelope
Man hält sie allgemein für die Tochter des Ikarios und der Periboia; Gemahlin des Odysseus und Mutter von Telemachos. Gemahlin des Odysseus. Im Allgemeinen wird Penelope beim Weben des berühmten Leichentuchs dargestellt; bisweilen erscheint sie auch mit ihren Freiern oder mit Odysseus nach dessen Rückkehr nach Ithaka.

Percier, Charles
(1764-1838). Studierte in Paris und A.F. Peyre und gemeinsam mit seinem späteren Partner P.F.L. Fontaine, Pierre Francois Leonard in Rom (1786-92). Von 1794-1814 arbeiteten Percier und Fontaine, Pierre Francois Leonard zusammen, wurden unter Napoleon die führenden Architekten in Paris und entwickelten den Empirestil für Innenausstattungen.

Perrault, Charles
(1628-1703). Bruder von Claude Perrault. Er war Kunsttheoretiker und Colberts Stellvertreter als Oberbaudirektor.

Perrault, Claude
(1613-88). Bruder von Charles Perrault. Arzt und Amateur-Architekt, war teilweise, wenn nicht sogar überwiegend für den Bau der grossen Ostfassade des Louvre (1667-74), eines der grössten Werke des Louis-quartorze verantwortlich. Weitere Mitglieder des Komitees, das mit dem Entwurf für diese Fassade betraut war, waren u.a. Le Vau, Louis und der Maler Lebrun. Die Fassadengestaltung ist in manchem Berninis abgelehnten Entwurf verpflichtet; ihr Ruhm ist die grossartige, von Säulenpaaren gebildete Kolonnade. Perrault entwarf ausserdem das Observatorium in Paris (1667) und gab einen Vitruvs (1672) heraus. 1683 veröffentlichte er das Werk "L`ordonnance des especes de colonnes".

Persephone
(röm. Proserpina). Tochter des Zeus (Jupiter) und der Demeter (Ceres). Griechische Göttin der Unterwelt; Gemahlin der Hades (Pluto). Im Rahmen der Eleusinischen Mysterien wurden sowohl Persephone als auch Demeter (Ceres) geehrt; der Kult war vor allem in Sizilien verbreitet, wo der Raub stattgefunden haben soll. Persephone wird meist dargestellt, als Hades (Pluto) sie auf seinem Wagen entführt; dabei reisst dass Mädchen verzweifelt die Arme hoch.

Perseus
Sohn des Zeus (Jupiter) und der Danae. Berühmter griechischer Heros, der die Medusa tötet und Andromeda befreit. Perseus ist als bewaffneter Jüngling mit einem Sichelschwert dargestellt, ein Geschenk des Hermes (Merkur); mitunter trägt er Flügelschuhe oder sitzt im Sattel seines Pferdes Pegasus.

Peruzzi, Baldassare
(1481-1536). Einer der grössten Architekten in Rom zur Zeit der Hochrenaissance, war Bramante und Raffael tief verpflichtet. Seine Werke besitzen jedoch eine fast feminine Zartheit, im Gegensatz zur Monumentalität von Bramantes und zur Würde von Raffaels Bauten. In Siena geboren, begann unter Pinturicchio als Maler zu arbeiten und ging 1503 nach Rom, wo er, von Bramante angestellt, dessen Mitarbeiter bei den Entwürfen für St. Peter wurde. Peruzzi erbaute wahrscheinlich S. Sebastiano in Valle Piatta, Siena (ca. 1507), einen Zentralbau, der sich in Anlehnung an Bramante über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes erhebt. Sein erstes bedeutendstes Werk war die Farnesina-Villa in Rom (1508-11), die sowohl in der architektonische Ausführung als auch in der Innenraumgestaltung (eigene Fresken neben solchen von Raffael, Romano, Giulio, Sodoma und Ugo da Carpi) einer der hervorragendsten Profanbauten der Hochrenaissance in Italien überhaupt ist. Peruzzi schuf einen quadratischen Block mit einer offenen Loggia in der Mittelachse der Gartenfront und vorspringenden Seitenflügeln, eine ungewöhnliche Villenanlage. Die Haupträume befinden sich im Erdgeschoss. Die Fassadendekorationist reich; 2 übereinandergesetzte Pilasterordungen werden von einem plastisch kühn gestalteten Fries mit Putten und Girlanden, in dem sich die Fenster des Attikageschosses befinden, gekrönt. Unmittelbar nach Raffaels Tod (1520) vollendete Peruzzi dessen Kirche S. Eligio degli Orefici in Rom und trat seine Nachfolge als Baumeister der Peterskirche an. 1527 floh er während des Sacco di Roma nach Siena, wo er zum Stadtarchitekten ernannt wurde. Doch kehrte er bald nach Rom zurück. Zusammen mit Sangallo, Antonio da d. J. begann er mit dem Bau der Villa Farnese (Farnese-Villa Caprarola) in Caprarola, deren Grundriss ein Pentagon ist (ca. 1530 von Vignola, Giacomo Barozzi da vollendet. Sein letztes Werk, der Massimo alle Colonne-Palazzo in Rom (1532-36) ist wohl seine interessanteste Arbeit; sie spiegelt die unruhige Atmosphäre Roms in den Jahren nach der Plünderung wider. Die Fassade ist leicht geschwungen; es herrscht ein starker Kontrast zwischen dem Erdgeschoss, dessen Loggia die Tiefe besonders betont, und den oberen Geschossen. In den oberen Stockwerken werden die Fenster von Rahmungen mit Flachrelief eingefasst. Im Cortile kamen die bis dahin unantastbaren Säulenordnungen willkürlich zur Anwendung. Das Selbstvertrauen der Hochrenaissance wird hier von der verfeinerten Eleganz und der inneren Unruhe des Manierismus abgelöst.

Petrie, Sir William Matthew Flinders
Am 3.6.1853 in London-Charlton geboren. Bald nach seinem Studium begann er mit einer gewissenhaften Erforschung des vorgeschichtlichen Steinkreises von Stonehenge (Südengland). 1880 ging Petrie nach Ägypten, grub an zahlreichen Plätzen und entdeckte 1889 ägäische Keramik, die zu dieser Zeit nicht einmal in der Ägäis vom Typ her bekannt war. Diese Funde ermöglichten es ihm, eine Chronologie der Vor- und Frühgeschichte Ägyptens zu erstellen. 1890 erkannte er bei der Ausgrabung des Tell el Helsi (Palästina) die Bedeutung der Stratigraphie. 1892 wurde er als Professor für Ägyptologie an das University College London berufen; den Lehrstuhl hatte er bis 1933 inne. 1894 gründete Petrie den Egyptian Resarch Account, seit 1906 British School of Archaeology in Ägypten. Die wichtigsten Grabungsplätze seiner 79jährigen Forschungstätigkeit waren Tanis, Tell-El Amarna, Nakada, Naukratis, Kahun, Abydos, Memphis, Giza, Medum und das Faiyum. Auch in Palästina führte Petrie zahlreiche Untersuchungen durch. 1923 wurde er in den Adelsstand erhoben; er starb am 28.7.1942 in Jerusalem.

Petrini, Antonio
(1624-1701). Geboren in Trient, liess sich 1651 in Würzburg nieder und arbeitete im Stil des italienischen Barock, wobei er dem Kunstempfinden des Nordens einige Zugeständnisse machte, z.B. bei der Stiftskirche Haug in Würzburg (1670-91, zerstört) und bei der Marquardsburg Seehof bei Bamberg (begon. 1687). Die Fassade und der Turm der Universitätskirche (1696-1703) und der Hofflügel des Juliusspitals (1699), beide in Würzburg, sind einheitlicher im Stil.

Phaeton
Sohn des Apoll und der Okeanide Klymene oder des Kephalos und der Eos (Aurora). Bittet den Vater um Erlaubnis, den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Die häufigste Form der Darstellung zeigt den Sturz des jungen Phaeton vom Himmel. Gelegentlich findet sich auch die Szene, in der er Apoll bittet, den Sonnenwagen lenken zu dürfen.

Philemon und Baucis
Betagtes Bauernpaar aus Phrygien. Sie gewähren Zeus (Jupiter) und Hermes (Merkur) als Einzige Gastfreundschaft, als diese in Gestalt von Fremden Obdach suchen. Die bekannteste Illustration der Erzählung zeigt ein Bauernpaar, das Zeus (Jupiter) und Hermes (Merkur) bewirtet. Vereinzelt hält einer der beiden Götter das Paar vom Schlachten einer Gans ab.

Philoktet
(griech. Philoktetes). Sohn des Poias und der Demonassa. Freund des Herakles (Herkules); er nimmt am Trojanischen Krieg teil. Der thessalische Befehlshaber Philoktet wird häufig auf der Insel Lemnos mit verbundenem Fuss und einem Bogen mit Giftpfeilen - ein Geschenk des Herakles (Herkules) - in Händen dargestellt. Manchmal steht er auch am Scheiterhaufen des berühmten Heroen.

PhiloktetesPhiloktet

PhoibosApollon

Pictorius, Gottfried Laurenz
Architekt, geb. 1663 in Münster, gest. 1729 in Münster. Pictorius, Gottfried Laurenz und Pictorius d.J., Peter, die beiden Söhne des aus Dänemark stammenden Peter Pictorius d.Ä. waren in der Generation vor Schlaun, Johann Conrad zusammen mit Corfey, Lambert Friedrich die führenden Architekten in Westfalen. Ihre vom niederländischen Klassizismus beeinflussten Bauten des frühen 18. Jh.s haben das Stadtbild Münsters und die Architektur Westfalens gepfägt. Wichtigstes Beispiel ist dafür der Neubau von Schloss Nordkirchen II für die Plettenbergs, das von Schlaun, Johann Conrad modernisiert wurde. Die Gebrüder Pictorius wurden bei vielen Bauvorhaben gemeinschaftlich beauftragt, Gottfried Laurenz meist als der planende Architekt, Peter d.J. als der ausführende Bauleiter. Wichtige Bauwerke: Haus Borg Rinkerode in Drensteinfurt, Schloss und Bauten in Nordkirchen.

Pictorius, Peter d.Ä.
Architekt, geb. 1626 in Dänemark, gest. 1685 in Münster. Der dänische Ingenieur und Architekt Peter Pictorius d.Ä. war seit etwa 1657 in den Diensten des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen. Das bedeutendste Bauvorhaben, die 1656 bis 1659 errichtete Ludgerusburg in Coesfeld, wurde bereits 1688 wieder niedergelegt. Seit 1667 hatte er die Stelle des fürstlichen Landmessers inne. Pictorius war einer der wichtigsten Baumeister des 17. Jh.s in Westfalen. In der folgenden Generation prägten seine beiden Söhne Gottfried Laurenz und Peter d.J. die Architektur im Lande.

Pictorius, Peter d.J.
Architekt und Baumeister, geb. 1673, gest. 1735. Wichtige Werke: Domdechanei Münster, Schloss und Bauten im Dorf Nordkirchen (Nordkirchen II).

Piermarini, Giuseppe
(1734-1808). Führender Architekt des Klassizismus in Mailand. Ausgebildet in Rom unter Vanvitelli, Luigi, liess sich 1769 in Mailand nieder. Sein berühmtestes Werk ist die Fassade des Teatro alla Scala in Mailand (1776-78). Piermarini baute auch verschiedene grosse, streng gestaltete Paläste mit langgestreckten Fassaden, bei denen er die Oranmentik auf ein Minimum beschränkte: Reale-Palazzo Mailand (1773), Belgioioso-Palazzo in Mailand (1779) und die Reale-Vill Monza (1780).

Pigage, Nicolas de
(1723-96). Geb. in Luneville, ausgebildet in Paris, bereiste Italien und möglicherweise auch England. 1749 wurde er Architekt Kurfürst Karl Theodors in Mannheim, für den er seine besten Bauten schuf. Sein Meisterwerk ist Schloss Benrath III in Düsseldorf (1755-69), ein grosser Pavillon, der scheinbar eingeschossig ist, in Wirklichkeit aber drei Stockwerke hat und in manchem Schloss Sanssouci in Potsdam ähnelt. Die Innenräume sind in einer äusserst feinen und zurückhaltenden Spielart des Rokoko gestaltet, die an den Louis-seiz-Stil (Frankreich) grenzt. In Schwetzingen legte Pigage den kurfürstlichen Park an (1766) und errichtete dort eines der schönsten Rokoko-Theater und verschiedene verspielte kleine Bauten, u.a. eine Mosche, eine romantische Wasserburg und das "Badehaus" mit einer Spiegeldecke.

Pilon, Germain
(1537-1590). Französischer Bildhauer. Schuf u.a. den Kamin von Schloss Gue-Pean.

Pitt-Rivers, Lord
Augustus Henry Lane-Fox - so hiess der spätere Lord Pitt-Rivers - wurde am 14.04.1827 in Hope Hall, Grafschaft Yorkshire, geboren. Als Spross einer alten Offiziersfamilie schlug er ebenfalls die militärische Laufbahn ein. Mit 23 Jahren nahm er als Hauptmann im Krimkrieg an der Schlacht an der Alma (1854) teil, fiel durch seine Kühnheit auf und wurde im Heeresbericht erwähnt. 1877 erreichte er mit der Beförderung zum Generalmajor den Höhepunkt seiner militärischen Karriere. 1880 fiel Lane-Fox das Erbe seines Grossonkels Lord George Pitt-Rivers zu. Er erbte die Peerswürde und riesige Besitzungen in Wiltshire und Dorset. General Lane-Fox, jetzt Lord Pitt-Rivers, nahm seinen Abschied und widmete sich fortan seinen Besitzungen und den Naturwissenschaften. Als Offizier hatte er sich eine umfangreiche Waffensammlung angelegt und bei der Beschäftigung mit ihr entdeckt, dass Waffen und andere Geräte ebenso wie lebende Organismen eine Evolution, eine Entwicklung durchmachen. Nach einem Beitrag zu Analyse und Typologie von Artefakten wandte er sich der Archäologie zu. Er begann auf seinen Ländereien mit der Ausgrabung prähistorischer Relikte und entwickelte dabei eine wissenschaftliche Grabungsmethodik, die ihrer Zeit weit voraus war. Mit grösster Akribie untersuchte er jedes Detail, jede Schicht, liess jedes noch so unwichtig erscheinende Objekt in seiner Fundlage genau vermessen, zeichnen und registrieren, denn man könne ja nie wissen, welche Fragen künftige Archäologengenerationen stellen werden. Als ebenso wichtig erkannte Pitt-Rivers die vollständige und schnelle Veröffentlichung der Grabungsergebnisse. Der starb am 4.5.1900 in Rushmore, Grafschaft Wiltshire.

Playfair, James
(gest. 1794). Vater von Playfair, William Henry. Er entwarf Melville Castle (1786) und Cairness House (1791-97), letzteres in einem hoch entwickelten Klassizismus mit ägyptisierenden Interieurs.

Playfair, William Henry
(1789-1857). Sohn von Playfair, James. Neben T. Hamilton der führende Architekt des Greek Revival in Edinburgh. Playfair hat wahrscheinlich bei Smirke, Sir Robert in London gelernt, kehrte aber 1817 nach Schottland zurück, um in Edinburgh die von R. Adam entworfene Universität zu vollenden, durch die er bekannt wurde. Er hielt sich zwar eng an den Entwurf Adams, aber die Interieurs stammen von ihm; die Bibliothek (um 1827) gehört zu seinen besten Arbeiten. 1818 begann er mit dem Bau der Akademie in Dollar und des Neuen Observatoriums auf Calton Hill in Edingburgh; dort schur er auch ein dorisches Denkmal für seinen Onkel John Playfair (1825) und ein weiteres für Dugald Stewart (1831), das soch vom Lysikrates-Denkmal in Athen herleiten lässt. Seine bekanntesten Werke, alle in Edinburgh, sind die Royal Scottish Academy (1822, 1831 vergrössert und verändert) und die National Gallery of Scotland (1850), beide streng dorisch. Die Surgeons Hall (beg. 1829) mit ihrer eleganten ionischen Säulenhalle ist sein Hauptwerk. Obwohl in erster Linie ein Architekt des Greek Revival, arbeitete Playfair auch in anderen Stilen; New College in Edinburgh (1846-50) ist neugotisch und Donaldson`s Hospital in Edinburgh (1842-51) ist in einer Spielart des Elizabethanischen Stils errichtet.

PlutoHades

PlutonHades

PlutosHades

Pöckhel, Joseph Maximilian
Pöckhel (Böcklen), Joseph Maximilian (Lebensdaten unbekannt), Bildhauer und Holzschnitzer. Wahrscheinlich aus Bayern stammend, erhielt er 1730 die Ernennung zum württembergischen Hofbildhauer und arbeitete in Stuttgart (vermutet) und in Ludwigsburg krs. Ludwigsburg. Hier wurden ihm Schnitzereien an Möbeln und Kutschen und besonders von 1732 bis 1734 Arbeiten im Neuen Corps de Logis übertragen, zu denen die Wandvertäfelungen im Régence-Stil im Schlafzimmer der Herzogin gehören. 1734 und 1735 schuf er Bildhauerarbeiten und Stuckarbeiten im Neubau des Rathauses von Schwäbisch Hall. 1738 hielt er sich in Bamberg auf.

Pollak, Leopoldo
(1751-1806). Geb. und ausgebildet in Wien, liess sich 1775 in Mailand nieder und wurde Mitarbeiter von Piermarini, Giuseppe. Die Belgioioso-Villa (1793) ist Pollaks Meisterwerk; die Fassade ist vor allem durch das rustizierte Sockelgeschoss>, die ionische Kolossalordnung und den überreichen Skulpturenschmuck bestimmt, eine grossartige, französisch beeinflusste Version des Stils von Palladio, Andrea. Pollak erbaute verschiedene Villen bei Mailand mit englischen Gärten (Gartenbaukunst) wie die Pesenti Agliardi-Villa in Sombreno (ca. 1800).

Polli, Donato
1663-1738. Stukkateur aus der Barockzeit, stammte aus dem Tessin. U.a. war er für das Saletti im Gartenanwesen Johannisstr. 19 in Nürnberg verantwortlich.1734/35 gestaltete er die Räume des Fembohauses in Nürnberg neu. Ausserdem arbeitete er an verschiedenen Schlösser in der Umgebung von Nürnberg mit, u.a. am Schloss Grünsberg (Altdorf b. Nürnberg) und Rotes Schloss Geude in Heroldsberg.

Polyphem
(griech. Polyphemos). Sohn des Poseidon (Neptun) und der Meernymphe Thoosa. Polyphem ist ein Kyklop, ein einäugiger Riese. Er wird meist dabei gezeigt, wie er die Gefährten des Odysseus verspeist, oder auch wie er, von Odysseus betrunken gemacht, von diesem geblendet wird.

PolyphemosPolyphem

Polyxena
Tochter des Priamos und der Hekabe; Schwester von Hektor und Paris. Sie wird auf dem Grab des Achill geopfert. Dargestellt wird Polyxena meist am Grab des Achill (manchmal kniend), während Neoptolemos, der Sohn des Helden, sich anschickt, das Opfer zu vollziehen.

Pöppelmann, Karl Friedrich
(gest. 1750). Sohn von Pöppelmann, Matthäus (Matthes) Daniel trat in Warschau I seine Nachfolge an.

Pöppelmann, Matthäus (Matthes) Daniel
(1662-1736). Pöppelmann ist der Schöpfer eines der Meisterwerke des Rokoko, des Zwingers in Dresden. Geboren in Herford in Westfalen, seit 1686 in Dresden, wo er 1691 zum "conducteur" des Landesbauamtes bestellt wurde und schliesslich, 1705, zum Landesbaumeister des Kurfürsten von Sachsen und Königs von Polen, August des Starken. Sein Amtsvorgänger war Marcus Conrad Dietze. von 1706-15 erbaute Pöppelmann das Taschenbergpalais in Dresden für die Geliebte des Kurfürsten. Für einen Staatsbesuch entwa

Poseidon
(röm. Neptun). Sohn des Kronos (Saturn) und der Rhea; Bruder des Zeus (Jupiter); eine der zwölf Hauptgottheiten des Olymp. Gott des Meeres und der Gewässer. In Rom fanden jedes Jahr im Juli die Neptunalia zu Ehren von Neptun statt; zur Kaiserzeit kamen Sportwettkämpfe und Pferderennen hinzu. Poseidon erscheint äusserlich als langhaariger alter Mann mit Bart, oft den Dreizack in der Hand, auf einem von Pferden oder Delphinen gezogenen Wagen.

Post, Pieter
(1608-09). Begann als von Campens (Campen, Jacob van) rechte Hand bei der Errichtung des Mauritshuis in Den Haag und des Amsterdamer Rathauses. Post wurde zu einem der führenden Vertreter des holländischen Palladianismus, einer Art sparsamer, massvoller und klarer Klassik: Backsteinbauten mit belebenden Sandsteinverkleidungen und nahezu graphisch verwendeten Pilastern. Posts Hauptwerk ist das Huis-ten-Bosch (Ten Bosch Den Haag) (1645-51); der Aussenbau wurde im 18. Jh. durch Anbauten verdorben, die Innenausstattung durch Campen, Jacob van) und C. Huygens vervollständigt. Die kleine Staadtwaage in Leiden (1658), deren toskanische Pilaster über einem rustizierten Sockegeschoss einen einfachen Giebel tragen, ist jedoch für seine Bauweise charakteristischer; prunkvoller ist sein Rathaus in Masstricht (beg. 1658). Post`s Stil übte grossen Einfluss aus und wurde durch May, Hugh und andere in England verbreitet.

Poussin, GuaspreDughet, Gaspard

Prandtauer, Jakob
(1660-1726). Architekt von Stift Melk (1702-14), der vielleicht eindrucksvollsten Abtei des Barock. Die Kirche mit ihrer geschwundenen Fassade, den von Zwiebeldächern (Dachformen) gekrönten Türmen und Türmchen und der kühnen Kuppel wird von 2 Reihen von Klostergebäuden eingefasst, die einen Hof bilden. Prandtauer nahm alle Vorteile wahr, die ihm die ungewöhnlich dramatische Lage hoch über der Donau bot und schuf so eine malerische Gruppe von Bauten, die aus dem Felsmassiv herauszuwachsen scheint. Die Innenraumausstattung der Kirche (von anderen Architekten vollendet) zeichnet sich durch Reichtum und Bewegtheit aus. Von Prandtauers weiteren Werken sind zu nennen: die Kirche auf dem Sonntagberg (1706-17), eine kleinere Version von Melk; die Fertigstellung von Carlones Kirchenbau in Christkindl; die prachtige offene Treppenanlage (1706-14) und der Marmorsaal (1718-24) in St. Florian bei Linz; die Priorei in Dürnstein (beg. 1717); das kleine Jagdschloss von Hohenbrunn (1725-29); Stadthäuser und Umbauten an der gotischen Kathedrale in St. Pölten (1722). Prandtauer gehörte zu den Baumeistern der alten Tradition und überwachte im Gegensatz zu Hildebrandt, Johann Lukas von sorgfältig den Stand der ihm anvertrauten Arbeiten. Man nimmt an, dass er mit seinen kirchlichen Auftraggebern in gutem Einvernehmen stand. Prandtauer war Mitglied eine Laienbruderschaft und steuerte zu den Baukosten seiner Pfarrkirche in St. Pölten bei.

Prantl, Peter JohannesBrandl, Peter Johannes

Pratt, Sir Roger
(1620-84). Kavaliersarchitekt, hochgebildet und weitgereist, der begabteste Nachfolger von Jones, Inigo. Die wenigen Bauten, die Pratt selber errichtete, übten grossen Einfluss aus; leider sind alle zerstört oder umgebaut worden. In Coleshill (1650, zerst.), Kingston Lacy (1663-65, von Barry abgeändert) und Horseheath (1163-65 zertört) schuf er einen Haustyp, der später irrtümlich "Wren"-Typus genannt wurde. Clarendon House (1664-67, zerstört) war das erste grosse Haus Londons im Stil des barocken

Preti, Francesco Maria
(1701-84). Italienischer Architekt (Palladianismus).

Price, Sir Uvedale
(1747-1829). Theoretiker der Landschaftsgärtnerei, ein Freund von Repton, Humphry und Knight, Richard Payne, die er im Kampf gegen den Stil von Capability Brown unterstützte. Als Antwort auf Knights (Knight, Richard Payne) Gedicht "The Landscape" veröffentlichte er einen 3-bändigen "Essay on the Picturesque" (1794), in dem er das Malerische als ästhetische Kategorie definiert, die sich vom Sublimen und Schönen, wie sie von Burke verstanden wurden, klar unterscheidet. Seine Betrachtungsweise war stärke

Primaticcio, Francesco
(1504-70). Franz. Architket. Entwarf wahrscheinlich die Pläne für Schloss Ancy-le-Franc. Zusammen mit Bontemps, Pierre schuf er auch die Stukkaturen des Schlosses Fontainebleau von 1536-40:

PrimaticePrimaticcio, Francesco

Prokof, Ferdinand MaximilianBrokoff, Ferdinand Maximilian

Prokof, JohannBrokoff, Johann

Prokop, Ferdinand MaximilianBrokoff, Ferdinand Maximilian

Prokop, JohannBrokoff, Johann

Prometheus
Nach Hesiod Sohn des Titanen Iapetos und der Okeanide Klymene. Formt die Menschen aus Ton; raubt den Göttern das Feuer und schenkt es den Menschen. In Athen fanden zu Ehren von Prometheus die so genannten Prometheus-Feste statt, in deren Rahmen auch ein Fackellauf vorgesehen war. Der Titan erscheint meist an einen Felsen gekettet, während ihm ein Adler die Leber aushackt. In der Szene ist oft eine Fackel zu sehen, Symbol seiner Schuld und seiner Sühne.

ProsperinaPersephone

Psyche
Nach Apuleius ist die junge Frau eine Königstocher. Ein Mädchen von sagenhafter Schönheit, dem Amor lieb, der Venus verhasst, das mehrere Prüfungen bestehen muss, ehe sie zu ihrem Geliebten zurückfindet. Die Künstler stellen Psyche bevorzugt in der Szene dar, in der sie, bewaffnet mit einem Dolch, im Schein einer Öllampe den schlafenden Eros (Amor) betrachtet.

Pückler-Muskau, Hermann Ludwig Heinrich Fürst von
(1785-1871). Berühmt durch seinen englischen Park in Muskau (Bad Muskau II), den er nach dem Vorbild der Gärten von Kent, William anlegte und 1834 in seiner Schrift "Andeutungen über Landschaftsgärtnerei" beschrieb. Pückler-Muskau beeinflusste auch die Anlage der Parks von Ettersburg III bei Weimar, von Babelsberg und von Wilhelmsthal Eckardtshausen bei Eisenach. Seine Briefe und Reiseberichte sind von kulturhistorischer Bedeutung.

Pyramus und Thisbe
Nach Ovid zwei junge Babylonier. Ihre Liebe scheitert an den Eltern, die ihnen verbieten zu heiraten. Häufig ist die Szene dargestellt, in der Thisbe den leblos auf dem Boden liegenden Pyramus entdeckt. Zuweilen ist im Hintergrund eine Löwin zu sehen.