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33 Person(en) gefunden.

Vaccarini, Giovan Battista
(1702-68). Geboren in Palermo, ausgebildet in Rom bei Carlo Fontana, liess sich 1730 in Catania nieder, wo sein überschwänglicher sizilianischer Rokokostil die Fassade des Domes (beg. 1730), den Palazzo Municipale (1732), das Collegio Cutelli (1754) und S. Agata (beg. 1735) prägte.

Valadier, Giuseppe
(1762-1839). Archäologe, Städteplaner und einfallsreicher, jedoch eher konservativer Architekt. Seine Hauptwerke sind stärker vom Neupalladianismus (Palladianismus) als durch den Klassizismus beeinflusst; so die Innenraumgestaltung der Dome in Spoleto (1784) und Urbino (1789), ferner die Fassade von S. Rocco in Rom (1833). Die kühne und zugleich einfache Kirche S. Pantaleo in Rom (1806) stimmt besser mit den Tendenzen der damaligen Zeit überein. Die Neugestaltung der Piazza del Popolo in Rom ist Valadiers Hauptwerk. 1794 legte er für diese Platzanlage Pläne vor, die zwischen 1813 und 1818-20 ausgeführt wurden.

Valdarno, Fazio deBembo, Bonifazio

Vanbrugh, Sir John
(1664-1726). Soldat, Abenteurer, Bühnenautor und Herold zugleich der hervorragendste Architekt des englischen Barock. Sein Vater war ein flämischer Flüchtling, der als Zuckersieder reich geworden war und die Tochter von Sir Dudley Carleton geheiratet hatte. Vanbrugh wurde als "gentleman" erzogen und trat 1686 in das Regiment des Grafen von Huntingdon ein. 1690 wurde er in Calais wegen Spionage zwei Jahre in Haft gehalten, eine Zeitlang in der Bastille Paris. Nach seiner Freilassung eroberte er mit s

Vanloo, CarleLoo, Carle van

Vanloo, Charles-Amédée Philippe vanLoo, Charles-Amédée Philippe van

Vanvitelli, Luigi
(1700-73). Geboren in Neapel als Sohn des Malers Gaspar van Wittel; studierte in Rom bei seinem Vater Malerei. Als Architekt trat er erst gegen 1730 hervor. Vanvitelli, Luigi arbeitete in Pesaro, Macerata, Perugia, Loreto, Siena, Ancona und Rom (Kloster S. Agostino und Neugestaltung von S. Maria degli Angeli), bevor er 1751 von Karl III. nach Neapel gerufen wurde, um den riesigen Palast mit 1200 Räumen in Caserta bei Neapel zu errichten (vollendet 1774). Dieses Schloss ist das letzte grosse Bauwerk des Barock. Die langen Fluchten der Gänge, die feierliche Treppenanlage und das grosse oktogonale Vestibül scheinen jedes noch so ausgefallene Bühenbild an Phantasie zu übertreffen. Der Aussenbau zeigt dagegen schon eine Hinwendung zu klassizistischer Zurückhaltung. Fast ebenso eindrucksvoll sind Neapeler Bauten von Vanvitelli, Luigi, der Chiese dell` Annuziata (1761-82), die Piazza Dante (1757-63) und der etwa 40 km lange Acquedotto Carolino (1752-64).

Vardy, John
(gest. 1765). Freund und enger Mitarbeiter Kent, William, dessen Entwürfe für die Horse Guards in London er zusammen mit W. Robinson ausführte (1750-58). Sein bedeutendstes erhaltenes Werk ist das Spencer House (1750-65) in London, ein glanzvolles Beispiel eines frei interpretierten Palladianismus.

Vasari, Giorgio
(1511-74). Maler, Baumeister und Verfasser der "Vite de`piu eccellenti architetti, pittori e scultori italiani" (1550, revidierte Ausgabe 1568), die durch Vasaris enthusiastische Würdigung Michelangelos einen bedeutenden Einfluss auf den architektonischen Stil ausübte. Als Architekt hatte Vasari eine Hand in den Plänen für die Papa-Giulio-Villa in Rom (1552) zusammen mit Vignola, Giacomo Barozzi da und Ammanati. Das einzige Bauwerk von Bedeutung, das er völlig selbständig schuf, sind die Uffizien in

Vasquez, Lorenzo
(tätig 1489-1512). Baumeister, dem heute die frühesten Werke der Renaissance in Spanien zugeschrieben werden. Er trat in die Dienste des Kardinals Mendoza, für den er 1491 das Colegio Mayor de Santa Cruz (beg. 1486) in Valladolid umgestaltete und dabei die charakteristische Medaillon-Giebelfront im Stil des Quattrocento schuf. Im Auftrage der Familie Mendoza schuf Vasquez danach den Palast in Cogolludo (etwa 1492-95) mit rechverzierten, spätgotischen Fenstern, den Gobierno-Palacio Guadalajara (vor 1507) und die Burg von Lacalahorra (1509-1512). Allerdings ist überliefert, das Michele Carlone von Genua nach Spanien berufen wurde, um die Bauleitung zu übernehmen.

Vauban, Sebastian le Prestre de
(1633-1707). Architekt Ludwig XIV., Städteplaner und der berühmteste aller Festungsbaumeister. Laut Voltaire errichtete oder stellte er die Befestigungen auf 150 Kriegsschauplätzen wieder her; er soll auch über fünfzig Belagerungen geleitet haben. Vauban, ein enger Freund von Louvois (franz. Kriegsminister 1666-91) und Colbert, wurde 1677 zum Generalkommissar der Festungsanlagen ernannt und 1703 zum Marschall von Frankreich befördert. Seine Genialität als Festungsbauingenieur liegt weniger in der Erfindung neuer Formen als in der Geschicklichkeit, mit der er traditionelle Mittel zu gebrauchen wusste. Sein Genie zeigt sich besonders bei Anlagne in schwierigem Gelände, z.B. bei Mont-Louis in den Pyrenäen, bei Mont-Dauphin und bei Schloss Queyras an der savoyischen Grenze. Vaubans berühmteste Festungsbauten sind jedoch die von Lille I (1668-74), Maubeuge (1683-85) und Neu-Breisach (Neuf-Brisach) (1697-1708). Einige seiner Festungen, besonders Longwy (1678 erbaut), wurden noch im Ersten Weltkrieg wirkungsvoll eingesetzt. Vauban plante die neuen, von ihm gegründeten Städte selbst, so z.B. Neuf-Brisach. Gelegentlich entwarf er auch einzelne Bauten, wie die Garnisonskirche und das Arsenal in Lille, weiter Kirchenbauten in Givet und Briancon; er restaurierte die Schlösser von Auney und Usse. Vaubans architektonische Bedeutung zeigt sich am besten in der schmucklosen Massigkeit der Festungsmauern von Oleron, Gravelines und Bayonne. Überraschend abwechslungsreich sind seine Tore gestaltet: von der barocken Pracht der mit Säulen, Gebälk, Trophäen und Skulpturen geschmückten Porte de Paris in Lille I bis zur einfachen Grossartigkeit des Porte Mons in Maubeuge. In diesem Bau kam Vauban der vornehmen Würde und Strenge Bruants und Blondels nahe. Vaubans Memoiren "Plusiers maximes bonnes a observer pour tous ceux qui font batir" enthalten eine Abhandlung über die Baukunst.

Veneziano, Antonio
(eigentl. Antonio da Francesco da Venezia). Tätig 2. Hälfte 14. Jh.. Italienischer Maler an der Schwelle von der Spätgotik zur Frührenaissance. Von seinem Leben und Werk ist nur sehr wenig bekannt. Er soll, von venezianischer Herkunft, schon sehr jung nach Florenz gekommen sein. Hier war er Schüler von Taddeo Gaddi, nicht Agnolo Gaddi, wie Giorgio Vasari, Giorgio überliefert. Vasari, Giorgio berichtet auch, dass er schon bald Aufträge in Florenz und Venedig bei der Ausgestaltung des Dogenpalastes erhielt, wo er in der Sala del Maggior Consiglio ein Fresko gemalt haben soll, das heute jedoch nicht mehr vorhanden ist. Man weiss, dass er 1370 Malereien im Dom von Siena ausführte und dann von 1384-86 in Pisa sein Hauptwerk, drei Fresken der "Legende des Hl. Raniero", an der Südwand des Camposanto schuf. Die realistische Wiedergabe der nackten Figuren ist aussergewöhnlich für die Malerei seiner Zeit. Die Behandlung der Perspektive hebt ihn weit über seine Zeitgenossen hinaus und weist bereits auf den Stil von Masolino und Masaccio voraus. Um 1388 verliert sich die Spur Antonio Venezianos wieder. In neuerer Zeit werden dem Maler auch einige Tafelbilder zugeschrieben.

Veneziano, BonifazioVeronese, Bonifazio

Ventris, Michael George Francis
Am 12.7.1922 in Wheathampstead, Grafschaft Hertfortshire, geboren. Schon als Kind zeigte Ventris ein starkes Interesse für die klassischen Sprachen und lernte eifriger als andere Jungen seines Alters Griechisch und Latein. Als Vierzehnjähriger besuchte er einen Vortrag des berühmten Archäologen Evans, Sir Arthur John über die Linear B, die Evans, Sir Arthur John 1900 auf Kreta entdeckt und die bislang jedem Entzifferungsversuch widerstanden hatten. Seit diesem Vortrag stand für den jungen Ventris fest, dass er das Rätsel der Linear B lösen müsse. Er beschäftigte sich fortan mit Dechiffrierungsproblemen und entwickelte dabei aussergewöhnliche Fähigkeiten. Daneben befasste er sich eingehend mit den geheimnisvollen Schriftzeichen auf Kreta. 18 Jahre alt, veröffentlichte Ventris in einer amerikanischen Fachzeitschrift einen Aufsatz, in dem er eine Beziehung zwischen der Linear B und der ebenfalls noch nicht lesbaren etruskischen Schrift für möglich hielt. Nach dem Schulbesuch wurde Ventris zum Kriegsdienst einberufen und aufgrund seiner weitreichenden Kenntnisse als Spezialist für die Dechiffrierung von Geheimcodes bei der Royal Air Force eingesetzt. Nach dem Kriege studierte er Architektur. 1949 konnte sich Ventris endlich ernsthaft mit der Entzifferung der Linear B befassen. Er wandte dabei die beim Militär gebrauchte Methode an, die hauptsächlich auf statistischer Analyse beruhte. 1951 erhielt er Texte einer Linear B, die erstmals 1939 auf dem griechischen Festland (Pylos) gefunden worden waren. Seine Arbeit machte schnelle Fortschritte. Im Juni 1952 stellte er in einer Sendung des Britischen Rundfunks die sensationelle Behauptung auf, dass die Linear B eine alte Form der griechischen Schrift sei. Bald nach der Sendung kam Ventris mit dem Cambridger Gräzisten J. Chadwick zusammen, und beide konnten nun in kurzer Zeit beweisen, dass die Linear B tatsächlich einen archaisch griechischen, und zwar einen mykenischen Dialekt wiedergibt. Der endgültigen Entzifferung der Linear B stand nun nichts mehr im Wege. 1953 veröffentlichten Ventris und Chadwick ihre Forschungsergebnisse in dem berühmten Aufsatz "Evidence for Greek Dialect in the mycenaen Archives". Ventris kam am 6.9.1956 bei einem Autounfall ums Leben.

VenusAphrodite

Vernukken, Wilhelm
Niederländischer Baumeister und Bildhauer. Schuf den Renaissance-Kamin im Festsaal des Herrenhauses von Goldschmieding in Castrop-Rauxel.

Veronese, Bonifazio
(auch Bonifazio Veneziano, eigentl. Bonifazio de Pitati). *1487 in Verona, + 19.10.1553 in Venedig. Italienischer Maler am Übergang von der Renaissance zum Manierismus. Ausgebildet in der Werkstatt des Palma il Vecchio und wahrscheinlich schon am "Abendmahl" in S. Maria Mater Domini zu Venedig mitbeteiligt, galt er als einer von dessen Hauptschülern. Mit dem "Christus mit den Aposteln" stand er Palma auch noch sehr nahe, doch zeigten schon seine frühen Werke den Einfluss Giorgiones und Tizians, wie eine R

Vertumnus
Altitalische Gottheit, vermutlich etruskischen Ursprungs. Er verkörpert den vegetativen Wandel der Blüte zur Brucht und den Wechsel der Jahreszeiten; als Gottheit der Wandlungsfähigkeit vermag er eine beliebige Gestalt anzunehmen. In Rom feierte man ihm zu Ehren die Vertumnalia, die Ende Oktober (nach gregorianischem Kalender Mitte August) den Übergang von Sommer zu herbst markieren. Oftmals als greise Gottheit an der Seite Pomonas, der Göttin der Früchte, abgebildet. Gelegentlich befindet sich neben Verumnus ein Stilleben mit Früchten oder ein Füllhorn.

Vicario, Casimir
(lebte im 19. Jh.). Malte 1831 die Apsis in der Jesuiten-Kapelle von Schloss Chambery I.

Vicente de Oliveira, Mateus
(1710-86). Der führende portugiesische Architekt des Rokoko, begann unter Ludovice, Joao Frederico zu arbeiten, gab dann aber dessen pompösen Stil zugunsten einer zarteren und persönlicheren Bauweise auf. Sein Hauptwerk ist das Schloss von Queluz (1747-52, Innenausstattung nicht erhalten) mit seiner ausgesprochen verspielten Fassade, bei der Girlanden steinerner Blumen dem grossen Gebäude graziöse Leichtigkeit verleihen. Vicente de Oliveira entwarf ausserdem die Estrela-Kirche in Lissabon (1778-90).

Victoria
Römische Göttin des Sieges.

Vignola, Giacomo Barozzi da
(1507-1573). Der führende Architekt in Rom nach Michelangelos Tod. Geb. in Vignola bei Modena, studierte Malerei und Architektur in Bologna und liess sich 1530 in Rom nieder. Sein erstes bedeutendes Werk war die Vollendung der Farnese-Villa Caprarola (1550), den Peruzzi, Baldassare als pentagonalen Bau begonnen hatte: er entwarf die strengen Fassaden, den äussert eleganten runden Hof in der Mitte und wahrscheinlich auch den Garten. Vignola scheint der führende Architekt beim Entwurf der Papa-Guilio-Villa in Rom (1550.55), die er zusammen mit Ammanati und Vasari, Giorgio schuf, gewesen zu sein. Es ist ein Meisterwerk des Manierismus und der Gartengestaltung, bei dem Durchblicke von einem Garten zum anderen eine grosse Rolle spielen, Halbkreise einander antworten, die Säulenordnungen in einem eigenwilligen Rhythmus angewendet sind und Flachreliefs die Wände schmücken. 1564 übernahm Vignola die Leitung über den Bau des Farnese-Palazzo Piacenza; auch wird ihm die Anlage der Lante-Villa in Bagnaia bei Viterbo (begon. 1566) mit ihren wunderbaren Gärten, künstlichen Hügeln und Wasserspielen zugeschrieben. Um 1550 baute er für Papst Julius III. den Tempietto die S. Andrea in Rom, mit dem ersten ovalen Grundriss in der Sakralbaukunst, den er dann in grösserem Massstab in seinem Entwurf für S. Anna dei Palafrenieri in Rom (beg. 1573) wiederholte und der von den Architekten der Barockzeit immer wieder aufgegriffen wurde. Vignolas einflussreichtes Bauwerk war Il Gesu in Rom (beg. 1568). Dieser Kirchenneubau hatte vielleicht weitgreifenderen Einfluss als irgendein anderer Sakralbau der letzten 400 Jahre. Der Grundriss, bei dem Vignola in gewisser Weise Albertis S. Andrea in Mantua verpflichtet ist, verbindet den Zentralbau der Renaissance mit dem Langhausschema des Mittelalters. Die Seitenschiffe sind durch einen Kranz von Kapellen, die sich zum Hauptschiff hin öffenen, ersetzt und verschiedene Kunstgriffe, wie die Beleuchtung und die Anordnung der Mittelschiffpilaster, lenken die Aufmerksamkeit zum Hochaltar (der Innenraum wurde 1668-73 im hochbarocken Stil umgestaltet). Von 1567 bis zu seinem Tode war Vignola leitender Architekt der Peterskirche in Rom und führte dort Michelangelos Werk getreulich fort. 1562 veröffentlichte er mit seiner "Regola delle cinque ordini dell`Architettura" ein leichtfassliches Lehrbuch der fünf architektonischen Ordnungen, das sich ungeheurer Beliebtheit erfreute.

Villanueva, Juan de
(1739-1811). Führender spanischer Architekt des Klassizismus, zunächst bei seinem Vater als Bildhauer ausgebildet. Er begann in der Tradition des Churriguerismus zu arbeiten, wurde dann Sacchetti, Giovanni Battista in Madrid als Zeichner unterstellt, bei dem er sich den italienischen Spätbarockstil zu eigen machte. Von der königlichen Akademie erhielt er ein Romstipendium (1759-65). Unmittelbar nach seiner Rückkehr veröffentlichte sein Bruder Diego Villanueva (1715-74) eine Schrift, "Colleccion de papel

Viollet-le-Duc, Eugene Emmanuel
(1814-1879). Französischer Architekt. "Korrigierte" im 19. Jh. die Befestigung von Carcassonne. Ausserdem baute er das Ville-Hotel von Narbonne (Bestandteil des Archeveques-Palais). Er war auch für die Rekonstruktion von Pierrefonds verantwortlich.

Viscardi, Giovanni Antonio
(1647-1713). Geboren in Graubünden, ging wie sein Landsmann und erbitterter Konkurrent Zuccalli nach München, wo er 1678 Hofbaumeister und 1685 leitender Architekt wurde. 1689 gelang es Zuccalli, Enrico, ihn aus dem Amt zu verdrängen, doch ab 1702 leitete Viscardi die Erweiterung des Nymphenburger Schlosses in München (Anfügung von zwei Seitenpavillons, mit dem bestehenden Mitteltrakt durch Arkaden verbunden). Von 1706-13 hatte er wieder die höchste Architektenstelle inne. Sein bedeutendstes Bauwerk ist die Wallfahrtskirche Mariahilf in Freystadt (1700-08), ein Zentralbau mit beherrschender Kuppel. Mit diesem Bau dehnte er seinen Einfluss über die Grenzen Bayerns aus (Bähr nahm Mariahilf als Vorbild für die Frauenkirche in Dresden). Viscardi entwarf auch die Kirche des Zisterzienser-Klosters in Fürstenfeldbruck (1701-1747). Seine letzten Werke waren die Bürgersaalkirche - eine Versammlungshalle der Jesuiten - (1709-10) und die Dreifaltigkeitskirche (1711-14) in München.

Visconti, Louis
(1791-1853). Architekt (siehe Lefuel, Hector-Martin).

Vitruv
(Vitruvius Pollio, etwa 84 v. Chr. geboren). Römischer Architekt und Ingenieur des 1. Jh. v. Chr., zunächst im Heer Cäsars, nach 44 v. Chr. in dem des Augustus als Erbauer von Kriegsmaschinen, später vorübergehend mit der Wasserversorgung Roms beschäftigt. Sein einziger von ihm ausgeführter Bau blieb die Basilika in Fano II. Im hohen Alter (nach 33v. Chr.) verfasste Vitruv ein zehnbändiges Werk über die Architektur ("De architectura"), das um 25 v. Chr. erschienen ist und dem Kaiser Augustus gewidmet

Von der Auvera, Johann Wolfgang
(auch Von der Auwera). *24.10.1708 in Würzburg, +27.3.1756. Deutscher Bildhauer, einer der bedeutensten Vertreter des frühen Rokoko in Franken. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung bei seinem Vater Jakob von der Auvera in Rom. Neben rein dekorativer Plastik in der Residenz von Würzburg I schuf er zahlreiche Gartenfiguren für die Schlossanlagen in Würzburg I und Veitshöchheim. Er entwarf das Spiegelkabinett in der Residenz in Würzburg, das 1945 zerstört wurde. Als Bildhauer fertigte er zahlreiche Hochaltäre an. Sein frühestes Werk ist der Hochaltar des Wormser Doms (1741). 1744 schuf er eine Altar für die von Neumann, Johann Balthasar erbaute Barockkirche in Heusenstamm. Hochaltäre und Kanzeln in der (Franziskaner)-Schlosskirche in Brühl und die Benediktinerabtei in Amorbach gehören zu seinen Hauptwerken. Neben Skulpturen an Würzburger Kirchen fertigte er eine Ölberg für den Würzburger Friedhof und Marmorgrabmäler für die Grafen Schönborn an. Neben dem plastischen Arbeiten haben sich zahlreiche lavierte Vorzeichnungen und Studien von mythologischen Figuren aus dem Wiener Hofgarten Hofburg Wien erhalten.

Von der Auwera, Johann WolfgangVon der Auvera, Johann Wolfgang

Vries, Hans Vredemann de
(1527-1606). Begann als Maler, liess sich in Antwerpen nieder und veröffentlichte phantastische Musterbücher für Ornamente: "Architectura" (1565), "Compartimenta" (1566) und "Variae Architectura Formae" (1601), deren Einfluss sich über das ganze nördliche Europa einschliesslich Englands (z.B. "Wollaton Hall" von Smythson, Robert) erstreckte. Vries`s Stil ist weder so anmutig noch so rationell wie der von Floris, aber er ist typisch für den flämischen und holländischen Manierismus und bringt das Kuns

Vulcanus
Römischer Gott der Schmiedekunst und des Metallhandwerks.

VulkanHephaistos

VulkanosHephaistos