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3 Person(en) gefunden.

Zeus
(röm. Jupiter). Sohn des Kronos (Saturn) und der Rhea. Höchster Gott der Griechen, "Vater der Götter und Menschen", König der Götter, Herrscher des Himmelsreichs und höchster Richter in allen menschlichen und göttlichen Belangen. Er wurde in allen bedeutenden griechischen und römischen Städten verehrt. Dargestellt als ehrwürdige und majestätische Gestalt im olympisschem Götterreigen; seine Attribute sind das Zepter und der Adler als Symbol der Macht.

Zuccalli, Enrico
(um 1642-1724). Italienischer Architekt des Barock, geb. in Graubünden, liess sich in München nieder, wo er neben seinem Rivalen Viscardi, Giovanni Antonio mehrere Jahre lang die Architektur bestimmte; 1673 wurde er Hofbaumeister. Er führte nach Barellis Abberufung 1667 den Bau der Theatinerkirche St. Kajetan durch Umgestaltung der Kuppel (1688 vollendet), Innenausbau und Fassadenentwurf mit den beiden charakteristischen Türmen (1690 vollendet) fort. Ab 1680 leitete er die dekorative Ausgestaltung einiger Zimmerfluchten der Residenz München I und erbaute 1693 den Porcia-Palais München (1736 von Cuvillies, Francois d.Ä. umgestaltet). Ausserhalb Münchens errichtete Zuccalli in Schleissheim das Gartenschlösschen Lustheim Oberschleissheim (1684-89) am Ende des Schlossparks. Seit 1696 Entwürfe für das Hauptschloss Schleissheim II (Neues Schloss, 1701-04, von Effner, Josef 1719-27 weitergeführt, erst im 19. Jh. vollendet). 1695 begann er mit dem Umbau des Schlosses in Bonn II, dass jedoch nach 1702 von Cotte, Robert de vollendet wurde. Für den Neubau von Kloster und Kirche Ettal schuf Zuccalli Chor, Fassade und Pläne für die Kuppel (1710-26, 1744 teilweise durch Brand zerstört).

Zürn
Martin und Michael. Ähnlich wie die Familie Schwanthaler waren auch die Zürn eine ganze Bildhauer-Dynastie. Der Stammvater, Hans Zürn, der aus dem Bodenseegebiet stammte, hatte drei Söhne. Der älteste von ihnen, Jörg, blieb in seiner schwäbischen Heimat. Martin Zürn (um 1590/95-1665) dagegen und der etwas jüngere Michael (Lebensdaten unbekannt, nachweisbar zwischen 1625 und 1660) machten Oberösterreich zu ihrer Wahlheimat. Martin liess sich 1643 in Braunau am Inn nieder, nachdem er im Jahr zuvor den Auftrag erhalten hatte, den Hochaltar für die Braunauer Stephanskirche zu schnitzen. Bald folgte ihm sein Bruder Michael nach, und gemeinsam schufen sie die drei Ältäre für die Kirche St. Georgen an der Mattig. Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit hatte schon zuvor in Wasserburg am Inn und im bayerischen Benediktinerkloster Seeon Früchte getragen. Während die Spuren von Michael nach Appenzell in der Schweiz führen, blieb Martin in Braunau und setzte mit seiner Frau fünf Söhne in die Welt, die ihrerseits alle das Bildhauerhandwerk lernten. Der begabteste unter ihnen war Michael (d.J.). In Anschluss an seine Ausbildung führte ihn seine Wanderschaft nach Rom, wo er unter anderem die Skulpturen Berninis kennenlernte. Unter diesem Eindruck schuf er ab 1682 die acht Engel für die Seitenaltäre in der Abteikirche von Kremsmünster. Zu seinen späteren Werken zählen der Annenaltar in Gmunden oder der Seitenaltar von Grünau im Almtal. Trotz individueller Unterschiede überwiegen die Gemeinsamkeiten in der Kunst von Martin, Michael d.Ä. und Michael d.J. Das hervorstechendste Merkmal ist die „gotische Gesinnung“. Ihre Skulpturen erscheinen knorrig, manchmal mit fast geisterhaft anmutenden Umrissen. Die exaltierten Bewegungen der Gliedmassen übertragen sich auf die Gewänder, spiralförmig gedrehtes Haar steht von den kleinen Köpfen ab. Stilistisch stehen sie dem Manierismus näher als dem Frühbarock. Sie entwickelten ihren Stil, ohne sich an zeitgenössischen Strömungen zu orientieren. Vielleicht ist dies der Grund, warum das Werk der Familie Zürn nach ihrem Ableben praktisch ohne Nachhall verklang.